Bilder von der neuen Location

Die Batschkapp trotzt dem Club-Sterben

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Batschkapp-Langzeit-Chef Ralf Scheffler steht auf der Empore mit Blick auf die künftige Bühne der Batschkapp am neuen Standort in Seckbach.

Frankfurt – Der EXTRA TIPP blickt erstmals in die fertigen Hallen der neuen Batschkapp. Und Chef Ralf Scheffler verrät, warum die Kapp vom Club-Sterben verschont bleibt. Von Angelika Pöppel

 Wie die Batschkapp am neuen Standort in Seckbach mal aussehen wird, ist bereits zu erkennen. Schließlich soll in vier Wochen in den Hallen gefeiert werden. Vier Bars auf rund 670 Quadratmetern, schwarze Wände, dazu eine riesige Bühne und eine Empore. Mehr als doppelt so viel Fläche kann Batschkapp-Chef Ralf Scheffler nutzen, als in der jetzigen Batschkapp in Eschersheim. Den Umzug überlebt allein eine alte Ledercouch aus dem Backstage-Bereich: „Da haben immer alle drauf rumgelungert“, verrät Scheffler. Auch musikalisch bleibt fast alles beim alten. „Wir werden weiterhin auf Konzerte setzen, nur dass wir jetzt auch größere Sachen machen können“, sagt Scheffler.

Neues Party-Programm

Am neuen Standort an der Gwinnerstraße 5 in Seckbach soll es einmal im Monat eine elektronische Party geben sowie eine Veranstaltung mit Elektro-Live-Act. Die altbewährten Partys, wie die 90er Party, bleiben. Und auch unbekannteren Künstlern gibt die Batschkapp weiterhin eine Bühne, denn die Halle ist ganz einfach zu verkleinern. Batschkapper Scheffler ist optimistisch und überzeugt, dass das Konzept auch weiterhin aufgehen wird. Obwohl die Frankfurter Clubszene seit einem Jahr von Insolvenzen und Pleiten heimgesucht wird.

Bilder von der neuen Batschkapp

So sieht die neue Batschkapp in Seckbach aus

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Nach dem Cocoon Club, musste das schwulen Mekka Pulse dran glauben. Auch das langjährig-bestehende Monza in der Berliner Straße machte dicht, seitdem wird es unter dem Namen „Berliner 74“ als Off-Location für Partys genutzt. Auch echte Größen am Frankfurter Club-Himmel blieben nicht verschont, wie das Living XXL, und zuletzt der Kingkamehameha Club an der Hanauer Landstraße. Dennoch ist Scheffler überzeugt, dass die 38-jährige Erfolgsgeschichte der Kapp weitergeht: „So eine Halle gibt es nicht in Frankfurt. Für größere Veranstaltungen musste früher auf Neu-Isenburg oder Offenbach ausgewichen werden. Und ich bin mir sicher, die Frankfurter hätten es lieber in den eigenen vier Wänden.“

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