Sparzwang der Kommunen: Wird es in den Hallenbädern kälter?

In Frankfurt wird warm gebadet

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Frankfurt – Gerade bei eisigen Temperaturen gibt es für viele nichts schöneres, als im gut beheizten Hallenbad ein paar Bahnen zu schwimmen oder einfach nur im warmen Wasser zu plantschen. Doch auch hier droht es kälter zu werden. Hohe Energiekosten lassen Schwimmbad-Betreiber darüber nachdenken, den Temperaturregler um ein Grad nach unten zu drehen. Von Norman Körtge

In Bochum soll das Wasser in den Schwimmbädern demnächst ein Grad kälter werden. Die Stadt muss Kosten sparen. Doch was im Ruhrgebiet schon beschlossen ist, wird in Frankfurt kategorisch abgelehnt. „Viele Menschen reagieren sensibel auf Temperaturänderungen. Manche auch nur unterschwellig. Es fröstelt sie dann einfach“, berichtet Brigitte Tilly von den Bäder-Betrieben Frankfurt. Dazu gehören drei Hallenbäder und drei Erlebnisbäder wie das Rebstockbad und die Titus-Therme. Tilly befürchtet einen Bumerang-Effekt: „Temperatur runter“ würde auch weniger Besucher bedeuten.

Dass viel Energie und damit Kosten in das Erwärmen des Wassers gesteckt wird, weiß Tilly. Allerdings lasse sich nicht pauschalisieren, wie viel Geld eingespart werden könnte, wenn die Temperatur etwa um ein Grad gesenkt würde. Dazu müssten jeweils Faktoren wie die Größe der Schwimmbecken, die Tiefe aber auch die Heiztechnik einzeln bewertet werden, erklärt Tilly.

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