Baugerüst umgestürzt

Frankfurt: Aufräumen nach Sturm "Niklas"

+
Umgestürztes Baugerüst in der Innenstadt von Frankfurt.

Frankfurt - Nach dem Durchzug von Orkan "Niklas" wird an vielen Orten in Hessen weiter aufgeräumt. Der Sturm knickte am Dienstag landesweit Bäume um, riss Baugerüste und Schilder fort und beschädigte Autos und Gebäude.

Die Helfer rückten zu zahlreichen Einsätzen aus. Dabei wurden in der Nähe von Taunusstein zwei Feuerwehrleute von einem umstürzenden Baum verletzt. Im Raum Kassel krachte eine Straßenbahn in Teile eines Baums, der wegen des Sturms umgefallen war. Dabei erlitt der Fahrer Verletzungen im Gesicht. Die Fahrgäste blieben unverletzt.

Der Sturm brachte auch die Fahrpläne der Bahn durcheinander. Der Regionalbahnverkehr zwischen Westerburg im Westerwald und Wilsenroth im Kreis Limburg-Weilburg wurde wegen umgestürzter Bäume zunächst eingestellt. Zahlreiche Bahnreisende strandeten am Abend an Bahnhöfen. Die Bahn stellte in Kassel einen ICE zur Verfügung, in dem die Gestrandeten übernachten können. In Fulda stand einer Bahnsprecherin zufolge ein IC bereit.

Am Frankfurter Flughafen mussten mehr als 180 Starts und Landungen gestrichen werden. Angesichts der Wetterlage müsse auch am Mittwoch mit Einschränkungen gerechnet werden, sagte ein Sprecher. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet noch bis Karfreitag stürmisches Wetter in Hessen, aber mit abnehmender Tendenz.

Welche Schäden "Niklas" in den Wäldern angerichtet hat, ist noch unklar. Der Waldbesitzerverband kündigte genauere Angaben für den Donnerstag an - und riet vor Spaziergängen im Wald ab. Tote Äste könnten vor allem aus den Baumkronen alter Laubbäume herabstürzen, durch Sturmböen beschädigte Bäume könnten jederzeit umfallen.

dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare