Entscheidung nach sieben Monaten Prozess

Frankfurter Staatsanwaltschaft schickt Betrüger in den Knast

 Frankfurt - Wegen Anlagebetrugs mit einem Schaden von mehr als drei Millionen Euro sollen vier Geschäftsleute ins Gefängnis. Das hat das Frankfurter Landgericht heute entschieden.

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Nach gut sieben Monaten Prozessdauer forderte die Staatsanwaltschaft gegen den Haupttäter sechs Jahre und zwei Monate und gegen einen weiteren Mitangeklagten fünf Jahre Haft, hieß es am Dienstag beim Landgericht Frankfurt. Zwei weitere Angeklagte sollen Strafen zwischen drei und vier Jahren, ein fünfter Angeklagter eine Bewährungsstrafe erhalten.
Die zwischen 45 und 53 Jahre alten Männer hatten den Ermittlungen zufolge in 288 Einzelfällen Kunden von angeblich lukrativen Geldanlagemöglichkeiten vorgeschwärmt und sie zu Aktienkäufen veranlasst. Eine Firma sollte aus Reifengranulat Schläuche zur Bewässerung bei der Fußball-WM in Katar herstellen, bei einem weiteren Unternehmen ging es um Autos mit Kunststoffkarosserie. Doch tatsächlich stellten die Firmen lediglich aufwendige Prospekte her.

Den meisten Anlegern entstand finanzieller Totalschaden. Vor Gericht zeigten sich die Angeklagten weitgehend geständig. Das Urteil soll kommenden Woche verkündet werden.

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Rubriklistenbild: © dpa

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