Frankfurter Clubszene

Skyclub kämpft gegen schlechtes Image

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Der Frankfurter Skyclub im Bahnhofsviertel.

Frankfurt – Die Frankfurter Clubszene steckt in einem Tief: Die einen Clubs machen dicht, die anderen kämpfen und setzen auf Veränderung – so auch der Skyclub am Frankfurter Hauptbahnhof. Von Angelika Pöppel

„Es geht uns nicht schlecht. Aber immer mehr Clubs kämpfen um einen Kuchen, der nicht größer wird“, sagt Torge Rüsch vom Skyclub in Frankfurt. Bestätigen wollen er und Mit-Betreiberin Dominique Burkard die Gerüchte über schlechte Geschäfte des Clubs nicht. Aber: „Im Herbst 2012 war klar, dass wir etwas verändern mussten“, sagt er. Zur Erinnerung: Ende 2012 meldete der Cocoon Club Insolvenz an, der Yachtclub am Mainufer schloss und Anfang des Jahres gab auch das Gay-Wohnzimmer Pulse nach zwölf Jahren auf.

Neue Partyreihe und wechselnde DJs im Skyclub

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Um auch weiter im Frankfurter Nachtleben mitzumischen, gibt es seit Januar im Skyclub – in den ehemaligen Räumen der Galerie und des VIP-Clubs – ein neues Programm: Jeden Samstag steht ein anderer DJ an den Decks, darunter Eazyrock, Headschot und Rockster. In der Vergangenheit sorgte DJ Sherry jeden Samstag für feinste Black Music. „Mit DJ Sherry haben wir große Erfolge gefeiert – auch weil wir der erste Club in Frankfurt waren, der samstags wieder gnadenlos Black-Music gespielt hat“, sagt Rüsch. Diesem Sound bleibt der Skyclub auch weiterhin treu. Das seit 30 Jahren in der Innenstadt beheimatete Hip-Hop-Mekka Cooky‘s sieht er nicht als Konkurrent.

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Härtere Tür für besseres Image

Neben einer musikalischen Auffrischung hat der Skyclub seit einigen Monaten auch seine Tür- und Einlasspolitik geändert. „Das Nachtleben zieht immer wieder zweifelhafte Gestalten an. Solche Gäste wollen wir bei uns nicht, die müssen draußen bleiben“, betont Mit-Betreiberin Dominique Burkard. „Wir wollen anständige Gäste, damit sich auch Frauen wohlfühlen.“
Durch das neue Konzept und die Partyreihe „Shake!“ soll der Skyclub am Hauptbahnhof weiterhin Anlaufstelle für gehobene Black-Music-Fans sein. Rüsch: „Damit sind wir bekannt geworden.“

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