Nachfrage so stark, dass Bau kaum nachkommt

Noch mehr Wohnungen am Riedberg 

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Baukräne ziehen neue Wohnhäuser auf dem Riedberg hoch.

Frankfurt – Die Nachfrage nach Wohnungen auf dem Riedberg ist heute so groß wie noch nie. Grund: Das Angebot stimmt. In diesem Jahr werden auch die Baukräne in einigen Bereichen verschwinden. Und am Niederurseler Hang entsteht neue Baufläche. Von Angelika Pöppel

Leere Straßen, Baukräne und Reihenhäuser prägen das Bild des Neubaugebiets auf dem Riedberg. Nach zehn Jahren Baustelle sind aber nun immer mehr Umzugslaster zu sehen. „Die Nachfrage hat an Fahrt aufgenommen“, sagt Wilfried Körner, Pressesprecher der HA Stadtentwicklungsgesellschaft. Grund dafür sei das Angebot: „Supermärkte, Schulen und Kindergärten sind da.“ Vor allem die Anbindung an das U-Bahn-Netz mit der U8 und der U9 ist attraktiv für die Bewohner.

Das bestätigt auch Markus Schaufler, Vorsitzender  der Interessengemeinschaft IG Riedberg: „Mit der U-Bahn-Verbindung ist die Nachfrage gefühlt um 100 Prozent gestiegen. Der Zuzug ist derzeit so stark, der Bau kommt kaum nach.“ 6000 Bewohner leben bereits auf dem Berg – über die Hälfte der Wohneinheiten ist verkauft. Auch im Einkaufszentrum ist das letzte Ladengeschäft belegt.

Riedberg-Bau soll 2017 fertig sein

Es fehlt aber auch noch viel“, sagt Vereins-Chef Andreas Markert vom Sportclub Riedberg. Der im März vergangenen Jahres neu gegründete Verein habe die Riedberger schon ein ganzes Stück zusammen rücken lassen. „So ein Verein stiftet Gemeinsinn.“ Mittlerweile ist auch der eigene Sportplatz fertiggestellt und die Mitgliederzahl steigt kontinuierlich. „Was noch fehlt ist ein Vereinsheim oder eine anständige Kneipe auf dem Riedberg“, sagt Markert. So sieht das auch Markus Schaufler. Zusätzlich vermissen die Anwohner einen Wochenmarkt – Gespräche laufen bereits.

Für den Nachwuchs ist bereits vorgesorgt

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Für den Nachwuchs ist bereits vorgesorgt: 14 Kindertagesstätten sollen insgesamt die Riedberger Kinder beherbergen – derzeit sind es acht. „Hier wohnenviele Familien und deshalb benötigt der Riedberg definitv noch mehr Kitas“, sagt Schaufler. Besonders wenn in diesem Jahr die Bebauung am Niederurseler Hang beginnt. „600 Wohneinheiten entstehen auf dem Gebiet, das ursprünglich für die Universität vorgesehen war, aber nicht benötigt wird“, sagt Wilfried Körner, Pressesprecher der HA Stadtentwicklungsgesellschaft. Insgesamt bietet der Riedberg über 6000 Wohneinheiten. Die Baukräne in den Bereichen Ginsterhöhe, Schöne Aussicht und Riedberg Mitte sollen noch in diesem Jahr verschwinden. Der Altkönigblick soll 2014 fertig gestellt werden. Mit der Fertigstellung der Wohnungen am Niederurseler Hang soll die Bebauung des gesamten Riedbergs 2017 abgeschlossen sein.

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