Ende und Neuanfang einer Tradition

„Lieschen-Strecke“ geht in den Ruhestand

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Ab diesem Jahr wird zum Frankfurter Nationalfeiertag Wäldchestag der Bus-Oldie unterwegs sein. "Trambus Präfekt 11" gebaut in den 1960ern ersetzt mit seinen 170 PS die Straßenbahn.

Frankfurt - Die im Frankfurter Volksmund liebevoll genannte „Lieschen“-Strecke wird in den Osterferien eingestellt. Danach wird ein Bus-Oldie mit 170 PS die Fahrgäste des Wäldchestages befördern.

Die im Frankfurter Volksmund liebevoll genannte „Lieschen“-Strecke wird von der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Der eingleisige und rund 1,7 Kilometer lange Abschnitt zwischen Mörfelder Landstraße und Oberforsthaus, der seit den 1930er Jahren jährlich nur zu Pfingsten befahren wird, wird in den Osterferien vom Schienennetz getrennt. Für eine weitere Instandhaltung der „Lieschen-Strecke“  müsste die VGF circa 1,5 Millionen Euro investieren.

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Zu dem rund um den „Frankfurter Nationalfeiertag“, dem Wäldchestag, stattfindenden Volksfest wird die VGF statt der historischen Tram jetzt einen Bus-Oldie auf der Mörfelder Landstraße einsetzen. „Mit dem Trambus Präfekt 11, der in den 1960ern gebaut wurde, hat das Lieschen einen würdigen Nachfolger, der die Tradition fortsetzen und die Fahrt zum Wäldchestag auch zukünftig zu einem besonderen Erlebnis machen wird“, ist sich Verkehrsdezernent Stefan Majer sicher. Der 170 PS starke Bus der Firma Büssing gehört dem Omnibusbetrieb und Reisebüro Wissmüller aus Michelstadt im Odenwald und war in Frankfurt auch schon für den Verein historische Straßenbahn e.V. (HSF), der für die VGF das Verkehrsmuseum in Schwanheim betreibt, unterwegs. Der Bus bietet 37 Sitz- und 43 Stehplätze und wird von der VGF von Samstag, den 7. Juni, bis zum Wäldchestag, Dienstag, den 10 Juni, auf der Mörfelder Landstraße eingesetzt.

red

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