Zwölf Ermittlungsakten nicht bearbeitet

Kommissar vor Gericht: Er soll geschlampt haben

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Land- und Amtsgericht Frankfurt am Main

Frankfurt - Ein Beamter der Kriminalpolizei musste sich am Mittwoch vor dem Amtsgericht Frankfurt verantworten. Er soll zwölf Ermittlungsakten unbearbeitet gelassen haben. Jetzt fiel auch direkt das Urteil.

Innerhalb von fünf Jahren und bis November 2014 soll der 50-jährige Oberkommissar in zwölf Fällen Ermittlungsakten entweder überhaupt nicht bearbeitet oder nicht an die vorgesehenen Stellen weitergeleitet haben. Bei einer Überprüfung Ende 2014 kamen die Versäumnisse ans Licht. 

Das Amtsgericht verhängte bereits einen Strafbefehl über zehn Monate Bewährungsstrafe, gegen den der Beamte allerdings Einspruch eingelegt hatte. Am Mittwoch akzeptierte der Angeklagte jedoch die Strafe und nahm den Einspruch wieder zurück. 

Weil das Gericht deshalb nicht noch einmal gegen den Angeklagten verhandeln musste, blieben die Hintergründe der Taten im Unklaren. Keine Auskunft erteilte das Gericht auch auf die Frage, ob der Beamte weiter im Dienst ist. Bei einer Strafe von weniger als einem Jahr ist der Verlust des Beamtenstatus nicht zwingend.

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