Frankfurterin Isabella Rosastro startet Workshops

Tanz ist unsere Sprache

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Während des Werbefilm-Drehs bekommen Tänzerin Isabella Rosastro (rechts), Star-Choreograf Kelechi Onyele, Sophia (links) und Laura gerade Anweisungen von ihrem Kameramann. 

Region Rhein-Main – Isabella Rosastro liebt tanzen. Für sie steckt im Tanzen etwas ganz Wichtiges: Persönliche Stärken und Fähigkeiten entdecken. Die 26-jährige Frankfurterin hat unter dem Motto „Geht nicht – gibt’s nicht!“ ihr Projekt „Tanz ist unsere Sprache“ gestartet. Von Silke Gottaut

Damit möchte die Stipendiatin der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt Kindern und Jugendlichen Spaß an Bewegung und Selbstsicherheit näher bringen. Für ihre Tanzworkshops hat sie zusammen mit Kindern und dem Frankfurter Star-Choreograf Kelechi Onyele einen kurzen Werbefilm gedreht. Im Interview verrät Rosastro, was tanzen mit dem Alltag zu tun hat.

Seit wann tanzen Sie und wie sind Sie aufs Tanzen gekommen?

So wirklich tanze ich erst seit eineinhalb Jahren. Mit 16 war ich zwei Jahre lang Cheerleaderin bei den Skyliners. Ich habe schon immer den Drang in mir gespürt zu tanzen, doch wie es so oft ist, steht man sich selber im Weg. Skeptisch ging ich in einen R’n’B-Kurs bei Kelechi Onyele. Dort wurde mir bewusst, was ich will. Ich hatte das Gefühl dort hin zu gehören, obwohl ich zugeben muss, dass ich noch nicht einmal normal gradeaus laufen konnte – geschweige denn mich im Takt der Musik zu bewegen.

Was bedeutet Tanzen für Sie?

Tanzen bedeutet für mich sich auszudrücken, sich kennen zu lernen, sich zu entfalten, zu spüren, über sich hinaus zu wachsen, sich zu lösen, sich auszuprobieren und träumen zu können. Tanzen gibt einem die Möglichkeit in andere Rollen zu schlüpfen, seine eigenen Gefühle zu definieren und zu schauen wie man auf andere wirkt.

Wie sind Sie auf das Motto „Tanz ist unsere Sprache“ gekommen?

Das Motto sagt genau das aus, was ich mit tanzen verbinde. Egal aus welchem Land man kommt oder welche Sprache man spricht: Bei Musik sind wir alle miteinander verbunden. Es kommt auch nicht darauf an, ob die Bewegungen sitzen oder richtig ausgeführt werden, sondern was man von innen in sie reinlegt.

Was möchten Sie mit Ihrem Tanzprojekt bewirken?

Kinder sollen mehr Wertschätzung für sich und andere erfahren und sich frei entfalten können. Egal welcher Nationalität. Durch die Workshops erkennen Kinder ihre Stärken und Schwächen, sie lernen ihren Körper besser kennen. Und sie sammeln auch die Erfahrung des Scheiterns. Sie werden andere Lösungswege eigenständig finden und dies können sie auch im Alltag umsetzen, was sie einfach viel selbstsicherer auftreten lässt und ihnen ein gutes Gefühl gibt.

Welche Drehorte und mit welcher Funktion wurden diese für den Film ausgesucht?

Die Drehorte wurden entlang der Straßenbahnschienen zur Schmidtstraße im Gallus ausgesucht, da die Workshops dort auch stattfinden werden. Wichtig war es einen Wiedererkennungswert mit dem Gallus her zu stellen und natürlich auch zu schauen, welche Szenen wir am besten wie an den Orten umsetzen können. Wir haben zum Beispiel einmal die Galluswarte für die coolen musikhörenden Mädels,  dann die Adlerwerke, Grillhähnchenstation im Gallus. Eine Graffitiwand für die rollerbladenden Mädels.

Hatten Sie und die Kinder Lampenfieber beim Dreh?

Oh ja, wir waren alles sehr aufgeregt. Das komplette Team, die Kinder und ich sowieso. Aber ich glaube auch Onyele war aufgeregt. Wobei er sich eher mehr gefreut hat die Kinder kennenzulernen.

Ab wann und was für Tanzworkshops wird es geben?

Die Workshops beginnen ab Ende Januar 2014 bis Juli, immer am letzten Wochenende im Monat. Es wird insgesamt sechs Stück geben, die unter verschiedenen Themen laufen. Beispielsweise wird es einen Workshop geben, indem die Kinder step by step an Musik rangeführt werden oder es darum geht, sich einfach frei zu entfalten - Freestylen. Alle Workshops werden von Kelechi Onyele und mir zusammen begleitet.

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