Sprengung von 116 Meter Gebäude

Riesenherausforderung: Frankfurter Uni-Turm wird gesprengt

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AfE-Turm der Goethe-Uni Frankfurt

Frankfurt - Ein höheres Gebäude ist in ganz Europa noch nicht gesprengt worden: Frankfurt will jetzt sein 116 Meter hohes Uni-Hochhaus einstürzen lassen.

"Das ist eine Riesenherausforderung, in einem so dicht bebauten Gebiet ein so hohes Gebäude zu sprengen", sagt der Chef der städtischen ABG Holding, Frank Junker. Junker, Sprengmeister Eduard Reisch und der Geschäftsführer der AWR Abbruch GmbH, Ilmi Viqa, stellen am Dienstag (11.00 Uhr) Einzelheiten vor. Sie ist am Sonntag, den 2. Februar, geplant.

Die ABG hat das Gelände mitsamt dem Beton-Klotz vom Land gekauft und baut dort bis 2019/2020 einen sogenannten Kulturcampus. Zunächst sollte der 1972 erbaute AfE-Turm (Abteilung für Erziehungswissenschaft), in dem Generationen von Geisteswissenschaftlern studiert haben, abgetragen werden. Dafür war rund ein Jahr veranschlagt worden. Doch Anwohner und Beschäftigte aus den umliegenden Büros und der Uni beschwerten sich schon während der Entkernung des Gebäudes derart über Lärm, dass die Sprengung ins Auge gefasst wurde, wie Junker sagt. Preiswerter sei diese nicht unbedingt, denn es hätten eine Fülle von Gutachten eingeholt und zahlreiche Versicherungen abgeschlossen werden müssen.

dpa

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