Kann die CDU nicht mehr Bürgermeister?

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Die Karte zeigt: CDU-Bürgermeister sind in der Minderheit.

Region Rhein-Main – Spätestens seit dem Sieg von Peter Feldmann (SPD) bei der Frankfurter Oberbürgermeisterwahl steht fest: Die CDU hat in der Region ein echtes Bürgermeisterproblem. Von Christian Reinartz

Offenbar schafft die CDU es nicht mehr, die Chefsessel in den Rathäusern zu besetzen. Betrachtet man neben den kreisfreien Städten auch die jeweils zwei größten Städte in den Landkreisen des EXTRA-TIPP-Verbreitungsgebietes, ergibt sich für die Christdemokraten ein verheerendes Bild. Im Kreis Offenbach sind in Rodgau mit Jürgen Hoffmann und in Dreieich mit Dieter Zimmer jeweils SPD-Männer an der Stadtspitze.

Auch in Landkreis Darmstadt-Dieburg sozialdemokratische Bürgermeister

Auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind in Groß-Umstadt mit Joachim Ruppert und in Reinheim mit Karl Hartmann Sozialdemokraten Bürgermeister. In Hanau regiert SPD-Mann Claus Kaminsky und in Offenbach Parteikollege Horst Schneider. Auch im konservativen Taunus sieht es nicht viel besser aus. Im Hochtaunuskreis ist der Grüne Michael Korwisi Chef der Kurstadt Bad Homburg. Und im benachbarten Oberursel Sozialdemokrat Hans-Georg Brum.

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Selbst im Main-Taunus-Kreis sieht‘s für die Konservativen schlecht aus. In Hofheim sitzt SPD-Frau Gisela Stang auf dem Chefsessel. Nur in Kelkheim hält ein CDU-Politiker die Fahne hoch: Thomas Horn. Jetzt muss auch noch in Frankfurt CDU-Frau Petra Roth ihre Bürgermeister-Kette an Peter Feldmann von der SPD abgeben. Man könnte meinen, die CDU bekommt es nicht mehr gebacken, die Chefsessel in den Rathäusern der Region zu besetzen. „Stimmt nicht“, sagt der stellvertretende CDU-Bezirksverbandsvorsitzende Manfred Pentz: „Das hat nichts mit unserer Politik zu tun. Das sind alles Personenwahlen.“

Die Folgerung, dass die CDU es offenbar nicht schafft, überzeugende Kandidaten ins Rennen zu schicken, will er nicht gelten lassen. „Wir haben immer noch in einer ganzen Reihe von Kommunen den Bürgermeisterposten inne. Das ist doch ein ständiges Auf und Ab. Ich sehe das nicht so dramatisch.“

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