Eine Auslese aus 52 Interviews mit Menschen aus Politik, Kultur und Wissenschaft

Das sind die markantesten Aussagen, die bedeutendsten Zitate 2015

Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland. Foto: M. Balk/Archiv
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„Dieser ganze Neo-Salafismus ist nur ein Deckmantel, das hat mit meiner Religion rein gar nichts zu tun. Es handelt sich vielmehr um eine Gegenkultur, die es auch in früheren Generationen gab. Man ist gegen etwas und will anders sein, und ein paar wenige übertreiben es dann völlig.“ Aiman Mazyek, Vorstandsvorsitzender des Zentralrats der Muslime, erklärte, warum der Islam junge gewaltbereite Männer anziehe.
Die Karikaturisten Achim Greser (r) und Heribert Lenz. Foto: B. Roessler/Archiv
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„Die Deutschen neigen leider etwas zur Hosenscheißerei.“ So kommentierte das Karikaturen-Duo Achim Greser und Heribert Lenz die Stimmung in Deutschland hinsichtlich Satirebeiträgen nach dem Terror-Anschlag auf das Magazin Charlie Hebdo.
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Karl-Christian Schelzke, Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindebundes über die Belastung der Kommunen, hunderte Flüchtlinge unterbringen zu müssen: „Das ist eine Gefahr. Spätestens dann, wenn für die Flüchtlinge an anderer Stelle gespart werden muss. Wenn Vereine nicht mehr die Gelder bekommen, die sie brauchen, das wäre fatal."
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„Jetzt hast du schon so viel gesehen und bist immer noch geschockt von dem schnellen Tod von Menschen, die noch nicht einmal in ihrem Leben richtig gegessen haben“, so beschrieb Margaretha Sasker, ihre Grenzerfahrungen in 13 Einsätzen als Krankenschwester bei Ärzte ohne Grenzen.
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„Man muss versuchen, stark zu sein. Das kommt nicht von eben auf gleich. Im Leben geht´s nur in eine Richtung“, das sagte Jonathan Heimes, der fünfmal in seinem Leben die Diagnose Krebs bekam und verriet, wie er mit der Krankheit umgeht.
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Leo Latasch, Mitglied des Direktoriums des Zentralrates der Juden in Deutschland auf die Frage, wie man damit umgeht, dass das Wort Jude immer öfter als Schimpfwort verwendet wird: „Gewisse Ergüsse und Meinungsäußerungen müssen wir alle in einer Demokratie ertragen, aber dann kommt irgendwann die Grenze, wo die Meinungsfreiheit über die persönliche Beleidigung hinweggeht. Und ich kann dieses Gejammer von wegen schlechter Jugend, kein Schulabschluss und keine richtige Bildung oder Arbeit nicht mehr hören. Es gibt auch andere Nationalitäten, andere Religionen, die mit dem gleichen Problem zu kämpfen haben und nicht antisemitisch eingestellt sind."
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Bruder Paulus auf die Frage, was er Pegida-Demonstranten gern einmal sagen möchte: „Schön, dass Ihr Euch zusammentut. Gemeinsames Handeln fehlt an vielen Stellen in unserer Gesellschaft. Schlecht allerdings, dass Euch Angst treibt. Denn Angst schüren war immer schon ein Mittel, Mitmenschen zu verfolgen und zu beseitigen, die man als Ursache der Angst identifiziert hat."
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„Man kann es nicht ändern. Man kann nur immer gebetsmühlenartig sagen: Leute, ihr müsst euch an Unternehmen beteiligen. Aber wer das nicht will, muss damit leben, dass sein Geld immer wertloser wird.“ Das sagte Börsenmakler Dirk Müller dazu, dass Deutsche trotz Geldentwertung konservativ sparen.
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„Das ist schon eine spannende Geschichte, ohne tierische Produkte zu kochen. Aber ich gehe davon aus, dass es auch viele Zurückkommer geben wird. Irgendwann ist es ausgereizt. Alles was zu extrem ist, ist Murks.“ So schätzte TV-Koch Mirko Reeh die Entwicklung der veganen Ernährung ein.

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