So fotogen können Baustellen sein

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Günter Albrecht, Leiter des Photo-Cirkels, mit einigen Fotos, die ab Montag zu sehen sind.

Oberursel – Ungewöhnliche Foto-Ausstellung im Oberurseler Rathaus: Ab Montag, 2. April, sind rund 50 Bilder von Baustellen in der Stadt zu sehen. Zwei Jahre lang haben sieben Fotografen des Photo-Cirkels Oberursel immer wieder drauf gehalten und so Fortschritte künstlerisch dokumentiert. Von Julia Renner

Gerade in der Zeit vor dem Hessentag im vergangenen Jahr wurde Autofahrern und Fußgängern viel Geduld abverlangt. Unzählige Baustellen zogen sich durch die ganze Stadt. „Die Stadt ist schon Anfang 2010 an uns herangetreten und fragte, ob wir den Fortgang der Baustellen dokumentieren könnten“, sagt Günter Albrecht, Leiter des Oberurseler Photo-Cirkels, der dem Kulturkreis Oberursel angegliedert ist.

Dabei sollte es aber nicht darum gehen, einfach nur drauf los zu knipsen. „Die Betrachter sollen sehen, wie ein Hobbyfotograf so etwas Banales wie eine Baustelle sieht.“ Für die Fotografen sei es eine Herausforderung gewesen, aus den Fotos etwas Besonderes zu machen.

Schon Ende 2010 gab es erstmals eine Baustellen-Foto-Ausstellung im Rathaus zu sehen. Da aber nicht alle Baustellen rechtzeitig vor dem Hessentag fertiggestellt werden konnten, fotografierten die Mitglieder des Photo-Cirkels weiter. Hunderte Fotos mit Baggern, Schildern und Werkzeugen sind so über den Zeitraum von mehr als zwei Jahren entstanden. Rund 50 der schönsten Exemplare sind ab Montag, 2. April, im Foyer des Oberurseler Rathauses zu sehen. Die Vernissage ist um 19.30 Uhr. Bewundert werden können die Fotos dann bis zum Freitag, 20. April.

Die 30 mal 40 Zentimeter großen Werke können bei Interesse übrigens auch gekauft werden. Eine Verkaufs-Ausstellung solle es aber nicht werden, betont der 72-jährige Günter Albrecht. Die Fotografen wollen hauptsächlich zeigen, wie aus Allerweltsdingen auch etwas Besonderes werden kann.

Weitere Infos über die Fotografen im Internet auf photocirkel-oberursel.jimdo.com.

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