Damit Flugverkehr sicherer wird

Drohnensuche mit Hilfe von Mobilfunknetz

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Symbolbild

Langen - Private Drohnen werden immer beliebter und können immer höher fliegen. Dadurch werden sie zur Gefahr für Flugzeuge und Hubschrauber. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) sucht deshalb zusammen mit der Deutschen Telekom nach technischen Möglichkeiten, um sie früher erkennen zu können.

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Für die DFS und deren Radar seien sie noch unsichtbar, berichtete eine DFS-Sprecherin in Langen. Die Drohnen seien zu klein und verfügten nicht über die nötige Technik. Nun soll versucht werden, ob sie mit Hilfe des Mobilfunknetzes geortet werden können. Dazu wird Test-Drohnen ein Handy-Chip eingesetzt, der dann wie ein normales Mobiltelefon über Funkmasten aufgespürt werden kann. „Erste Versuche sind vielversprechend“, sagte die Sprecherin. Serienmäßig sind in Drohnen bislang keine solchen Mobilfunkkarten eingebaut.

„Unser Ziel ist die sichere und faire Integration der Drohnen in den Luftverkehr“, sagte die Sprecherin. Erste Flugversuche würden für den Sommer erwartet. Das Projekt könnte sich noch bis in das nächste Jahr hinziehen. “Wir wollen jegliche Daten aus einer Drohne zu einer Bodenstation schicken“, sagte dazu ein Telekom-Sprecher.

Drohnenzahl ist drastisch angestiegen 

Laut DFS ist die Zahl der Drohnen in Deutschland stark gestiegen und dürfte Schätzungen zufolge bei mittlerweile 400.000 liegen. Im Jahr 2015 wurden bundesweit 14 Drohnen-Sichtungen gemeldet - im Jahr darauf mit 64 aber schon fast fünf Mal soviel. Allein 58 davon waren in der Nähe eines Flughafens. Im Raum Frankfurt mit dem größten deutschen Flughafen wurden im vergangenen Jahr 16 Sichtungen gemeldet, 2015 waren es noch zwei gewesen. Sichtungen werden der DFS von Piloten weitergegeben.

Gewerbliche Drohne sind weniger ein Problem

Die DFS geht bei den gemeldeten Ereignissen eher von Hobby-Drohnenflieger aus als von gewerblichen Nutzern, die Drohnen beispielsweise für professionelle Luftaufnahmen verwenden. „Wir vermuten hier eher einen gewissen Spieltrieb“, sagte die DFS-Sprecherin. „Gewerbliche Nutzer mussten auch bisher schon bei den Landesluftfahrtbehörden einen Kenntnisnachweis erbringen. Sie sind in den allermeisten Fällen sicher im Umgang mit ihrem Fluggerät.“

Alle wichtigen Informationen zum Drohnenflug hat die DFS auf der neuen Website www.sicherer-drohnenflug.de zusammengefasst. Und kürzlich hat der Bundesrat den Weg für eine neue Drohnenverordnung geebnet. Es ändert sich einiges für Hobby-Drohnenpiloten. red/dpa

Fotos: Impressionen von der Make Rhein-Main in Frankfurt

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