Unterkunftmangel in Frankfurt

Flüchtlinge müssen in die Kirche

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Flüchtlinge müssen in Frankfurter Kirchen Unterkunft suchen.

Frankfurt - Immer mehr Asylbewerber muss die Stadt Frankfurt  beherbergen. Nun zeigt sich ein Mangel an Unterkünften.

In Frankfurt finden 40 Flüchtlinge vorübergehend in einem leerstehenden Gebäude der Kirche eine Bleibe. Alle Kommunen hätten große Probleme, Asylbewerbern unterzubringen. Daher wolle die Kirche ein Zeichen setzen, erklärte der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz. Die Stadt Frankfurt könne das Haus St. Martin für mindestens sechs Monate mietfrei nutzen, um die Flüchtlinge zu beherbergen. Danach wollen die Kirchengemeinden das Haus abreißen. Auf dem Grundstück werden ein Studentenwohnheim mit 48 Apartments gebaut und eine bereits bestehende Kindertagesstätte erweitert.

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„Das Haus ist ein abgewohntes Studentenwohnheim, liegt aber verglichen mit anderen Unterkünften für Asylbewerber in Frankfurt im guten Mittelfeld“, sagte Bernhard Zepf vom Sozialdienst für Migranten beim Caritasverband Frankfurt. Vor allem die innerstädtische Lage mit Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sei gut für die Flüchtlinge.

500 Flüchtlinge in Frankfurt untergebracht

Die ersten 14 Asylbewerber haben ihr neues Quartier mit Hilfe des Gesamtverbandes der katholischen Kirchengemeinden in Frankfurt bereits bezogen. Die Hälfte der aktuellen Bewohner stammt aus Eritrea, die anderen kommen aus Pakistan, Afghanistan, Somalia und Äthiopien. Ein Caritas-Mitarbeiter soll ihnen tagsüber bei Fragen zur Seite stehen.

„Wir sind dankbar für dieses Angebot“, sagte Christiane van den Borg, Leiterin des Jugend- und Sozialamts der Stadt Frankfurt. Die Stadt habe wegen der steigenden Asylbewerberzahlen nicht genügend Unterbringungsmöglichkeiten. Derzeit sind in Frankfurt rund 500 Flüchtlinge untergebracht, hinzu kommen nun die 40 Flüchtlinge der katholischen Kirche.

dpa

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