Hessen-FDP vor dem Umbruch

Florian Rentsch ist für den Chefposten bereit

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Wiesbaden - Jörg-Uwe Hahn geht, kommt jetzt Florian Rentsch? Der hessische Wirtschaftsminister stellt sich für den Vorsitz der Hessen-FDP zur Verfügung, macht aber klar, dass er eine Teamlösung möchte.

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Nachdem FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn seinen Rückzug angekündigt hatte, ebenso wie der übrige Landesvorstand und das Präsidium, ist der hessische Wirtschaftsminister Florian Rentsch ist grundsätzlich bereit, den Vorsitz der Landes-FDP zu übernehmen. Wichtig sei ihm eine Teamlösung für die Führung, sagte der bisherige Landesvize am Dienstag dem Hessischen Rundfunk. Auch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Wiesbaden betonte er den Mannschaftsgedanken: „Ich bin bereit, eine Rolle in einem Team zu übernehmen.“
Der bisherige Parteichef Jörg-Uwe Hahn will bei einem Parteitag am 23. November nicht mehr kandidieren. Bei der Hessen-Wahl am Sonntag hatte die FDP mit 5,0 Prozent nur denkbar knapp den Wiedereinzug in den Landtag geschafft, die Regierungsbeteiligung geht verloren.

„Ich drücke mich nicht um die Verantwortung“

Im Hessischen Rundfunk wurde Rentsch gefragt, ob er bereit sei, das Zepter in der Partei zu übernehmen. „Wenn wir ein Paket finden, das so ist, dass ich mir das vorstellen kann mit den Kolleginnen und Kollegen gemeinsam, dann wäre ich natürlich bereit. Ich drücke mich nicht um die Verantwortung.“ Neben Hahn will die komplette hessische FDP-Führung ihre Ämter zunächst zur Verfügung stellen.

Der FDP-Landtagsfraktionsvorsitzende Wolfgang Greilich nannte das Debakel ein „Signal zum Neuanfang“. Es gebe in der Partei keine Schuldzuweisungen an Einzelpersonen. Vor dem Parteitag sollen Klausuren von Präsidium und Landesvorstand die Niederlage analysieren und Personalvorschläge machen. dpa

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