Fitness mit dem eigenen Körpergewicht

Fitness-Coach erklärt, wie man den inneren Schweinehund überwindet! 

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Für Fitness-Video-Produzent Björn Friedrich steht fest: Gut aussehen ist eine tolle Motivation, um Sport zu machen.

Björn Friedrich produziert Fitness-Videos, ist als Fitness-Coach im TV und hat seine eigene Sportschule in Obertshausen. Im EXTRA TIPP verrät der 37-Jährige, wie man sportlich durch das neue Jahr kommt. Von Axel Grysczyk

Was bringen Vorsätze für das neue Jahr?

Ziele sind gut. Und noch wichtiger ist der Weg dorthin. Das muss Spaß machen. Dann ist man auch erfolgreich, weil man Spaß am Training hat.

Welchen Motivationstrick wenden Sie an?

Ich brauche mich eigentlich nicht zu motivieren. Trainieren tue ich immer. Ein Super-Motivations-Trick ist Eitelkeit! Mal ehrlich: Dass mit der Gesundheit ist schön, aber wir wollen doch vor allem gut aussehen.

Wie wird es denn für unsere Leser ein sportliches Jahr 2015?

Guter Sport ist wie eine Waage. Man darf sich nicht auspowern, aber auch nicht unterfordern. Wie so oft ist der goldene Mittelweg die Lösung. Training ist eine langfristige Sache. Es geht auch gar nicht darum, das eine bestimmte Ziel zu erreichen. Dauerhaft zu üben, das ist die Herausforderung. Wer die ganze Zeit Vollpower gibt, macht seinen Körper kaputt. Man sollte nicht fürs Maximum trainieren, sondern fürs Optimum.

Mit diesen fünf Übungen werden Sie fitter

Mit fünf effektiven Übungen sportlich ins neue Jahr starten

Das heißt?

Tiere verhalten sich ähnlich. Sie geben nicht das Maximum, sondern eben das Optimum. Viele Hobbysportler gehen ins Fitnessstudio und versuchen eine Übung so oft wie möglich zu wiederholen oder sie mit so viel Gewicht wie möglich zu machen. Damit machen sie sich kaputt. Es geht vielmehr darum, eine Übung sauber auszuführen. Wenn das von der Kraft her nicht mehr geht, sollte man mit dieser Übung aufhören.

Was Ist Ihrer Meinung nach der beste Einstieg in den Sport?

Das ist das Training mit dem eigenen Körpergewicht. Und vor allem viel Abwechslung. Besonders schön sind Sportarten, bei denen man den ganzen Körper nutzt, beispielsweise beim Klettern. Aber an oberster Stelle steht das Ganzheitliche. Ich beobachte oft, dass jemand eine Fehlhaltung hat. Dann trainiert er wie ein Wilder, packt eine Menge Muskelmasse drauf, steht aber immer noch schief.

Was sagen Sie jemandem, der zehn Stunden Büro hinter sich hat und der einfach nur noch die Füße hoch legen möchte und keine Lust mehr auf Sport hat?

Es geht immer um deine eigenen Werte. Was ist dir persönlich wichtig? Ja, und letztendlich um die eigene Freiheit.

Was hat die jetzt damit zu tun?

Ich zum Beispiel will meine Freiheit behalten. Mein Körper soll mich nicht im Stich lassen. Ich kann mich heute noch genauso bewegen, wie als ich 18 Jahre  alt war. Ich springe noch über die gleichen Zäune wie damals. Darum geht’s doch, dass man mit zunehmendem Alter noch möglichst viel machen kann und aktiv bleibt.

Sie sind 37 Jahre alt. Funktioniert noch wirklich alles so früher?

Eigentlich geht alles noch wunderbar. Meine Gelenke sind ein bisschen stärker strapaziert. Meine Erfahrung ist: Mit zunehmendem Alter darf man nicht mehr so viele Fehler machen, zum Beispiel beim Training, sei es bei der Intensität oder bei der Ausführung. Kampfsport ist meine ganz große Liebe. Aber ich kann nicht mehr so kämpfen, wie als ich noch 20 Jahre alt war. Ich hab’ mich darauf eingestellt und komme sehr gut klar damit. Das ist wichtig, denn der Körper verzeiht nicht so viel im Alter

 

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