Feuerwehr hat's Leben schwer: Jeder vierte Notruf grundlos

Darmstadt-Dieburg - Jeder vierte Notruf bei der Feuerwehr in Südhessen ist grundlos. In den meisten Fällen sind Brandmelder die Ursache. Dies meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Online-Ausgabe.

Oft würden die Anlagen selbstständig losgehen, manchmal würde aber auch mutwillig nachgeholfen. Dieter Hauptmann, stellvertretender Amtsleiter der Feuerwehr Darmstadt sagt dem Bericht zufolge: "Manche Leute wollen einfach mal sehen, wie lange es dauert, bis die Feuerwehr auftaucht."

Mit einer Gebühr von 1035,30 Euro und einem Strafantrag muss beispielsweise ein Anrufer in Offenbach rechnen, der absichtlich einen unnötigen Einsatz der Feuerwehr provoziert. Böswillige Falschmelder würden aber selten erwischt und könnten deshalb meist nicht zur Kasse gebeten werden, sagt der Brandinspektor des Kreises Offenbach, Ralf Ackermann, in der FAZ. Je nach Mannschaftsgröße und Löschfahrzeug koste ein Einsatz der Feuerwehr um die 800 Euro. Feuerwehrchef Hauptmann aus Darmstadt schätzt, dass die Helfer in 95 Prozent der Fälle auf den Kosten sitzen bleiben.

"Wir hatten im Landkreis im vergangenen Jahr mehr als 5500 Einsätze, dabei rückten wir 200-mal wegen blinden Alarms aus, 450-mal wegen Fehlalarms durch Brandmeldeanlagen", berichtet Ackermann aus Dietzenbach. Die Einsatzkräfte seien 25-mal mit böswilligen Falschmeldungen getäuscht worden. "Derartige Fälle kommen sehr selten vor, zumal wir dank der Technik nachvollziehen können, woher der Anruf stammt."

Rund zwei Drittel der Feuermeldungen, die 2007 bei der Offenbacher Feuerwehr eingegangen sind, waren Fehlalarme. Zu 840 Löscheinsätzen rückten die Brandschützer aus, nur 284-mal habe es wirklich gebrannt. Etwa jeder 20. Ruf zum Feuerlöschen sei ein böswilliger gewesen. red

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