Smartphone-App für Notfälle

Feuerwehr-Mann entwickelt Notfall-App

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Felix Tschöpe arbeitet schon seit Jahren für die Feuerwehr in Fechenheim. Jetzt entwickelt er eine Notfall-App für das Smartphone.

Frankfurt-Fechenheim - Felix Tschöpe leistet seit sechs Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr in Fechenheim seine Dienste. Jetzt entwickelt er eine Notfall-App fürs Smartphone. Von Fabienne Seibel

„Ich will Menschen helfen, die sich in einer Notlage befinden“, sagt Felix Tschöpe. Neben seinem Mechatronik-Studium und seiner Arbeit bei der Feuerwehr engagiert sich der 22-Jährige seit April für 18 Monate als Stadtteilbotschafter der Polytechnischen Gesellschaft für den Stadtteil Fechenheim. Durch seine Erfahrungen bei der Feuerwehr weiß er, wie wichtig es ist, in Notlagen richtig reagieren zu können. „Wenn es brennt, ein Unfall passiert ist oder jemand Erste Hilfe braucht, wissen viele nicht, wie sie richtig reagieren sollen. Meine App soll Aufklärung bringen und das möglichst nicht nur in Fechenheim, sondern über Frankfurts Grenzen hinaus“, sagt Tschöpe. Bis Anfang 2014 soll die Notfall-App für das Smartphone, die Tschöpe selbst entwickelt und programmiert, funktionieren und abrufbar sein. „Als Stadtteilbotschafter greift Felix mit der App den Zeitgeist und die heutige technische Entwicklung auf. Das gefällt uns sehr gut“, sagt Konrad Dorenkamp, Projektleiter der Stadtteilbotschafter.

Heimatverbundenheit

Als Tschöpe davon erfuhr, dass sich schon zwei Feuerwehr-Kollegen als Stadtteilbotschafter engagierten, wusste er sofort: „Das will ich auch.“ Tschöpe: „Es ist schön, etwas für seinen Stadtteil machen zu können. Fechenheim ist meine Heimat, ich bin hier aufgewachsen und identifiziere mich mit Fechenheim. Durch die vielen Leute, die ich hier kenne, bin ich sehr heimatverbunden.“

Die App von Felix Tschöpe soll den Leuten Sicherheit geben, in brenzligen Situationen richtig reagieren zu können. „Viele scheuen sich, in Notfall-Situationen zu helfen, aus Angst etwas falsch zu machen. Die Notfall-App soll die Hemmschwelle senken und Infos bereithalten, die man sich auch schnell im Alltag durchlesen kann. Darin wird dann zum Beispiel erklärt, wie ich einen Verletzten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte in die stabile Seitenlage lege.“

Lernen fürs Leben

Der Einsatz für die Frankfurter hat laut Tschöpe auch noch andere gute Seiten: „Als Stadtteilbotschafter lernt man auch etwas fürs Leben. Man lernt, sich für andere einzusetzen. Außerdem bekommen wir in Seminaren wie zum Beispiel Rhetorik-Kursen oder dem Besuch in der Frankfurter Partnerstadt Krakau viel Wertvolles vermittelt, das mir keiner mehr nehmen kann.“

Bis Tschöpes Notfall-App voll ausgearbeitet ist, wird es zwar noch eine Weile dauern, aber: „Frankfurt und vor allem der Stadtteil Fechenheim sind die Mühe und die Arbeit wert. Und wenn durch meine App vielleicht sogar Menschenleben gerettet werden können, ist man selbst und der Arbeitsaufwand zweitrangig“, sagt Tschöpe und grinst.

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