Fast 80 Fälle

Feige Anschläge auf Polizisten: Radmuttern an Autos gelockert

Frankfurt/Rhein-Main - Unbekannte lockern auf dem gesicherten Parkplatz des Frankfurter Polizeipräsidiums die Radmuttern an Privatautos von Beamten. Es sind nicht die ersten Anschläge dieser Art. Hessenweit ist derzeit eine Serie von über 80 Taten bekannt. 

In Frankfurt kamen die betroffenen Beamten am 19. und 20. Februar mit dem Schrecken davon. Ein Polizeisprecher bestätigte heute entsprechende Medienberichte. Im einen Fall bermerkte ein von drei Kollegen begleiteter Polizist auf der Heimfahrt, wie sein Auto auf der A45 am Gießener Südkreuz zu schlingern begann. Er stoppte den Wagen auf dem Seitenstreifen und stellte fest, dass am linken Vorderrad drei Muttern fehlten. Im zweiten Fall war ein Beamter später auf einer Bundesstraße bei Wiesbaden unterwegs, als ihm das Fehlen mehrerer Radmuttern auffiel. 

Nach Angaben des Sprechers wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Hinweise auf die Täter fehlten bislang. Gleiches gilt auch in vier anderen Fällen aus dem Frankfurter Stadtgebiet sowie etwa 50 Fällen aus Kassel, Wiesbaden meldet 25 Fälle. Das Landeskriminalamt ermittelt in der Anschlagsserie, hat derzeit aber noch keine Erfolge vorzuweisen. 

Besonders kurios: Eine Überwachungskamera auf dem Parkplatz des Frankfurter Polizeipräsidiums brachte die Ermittler auch nicht weiter. Die Qualität der Bilder ist scheinbar zu schlecht, um die Aufnahmen auswerten zu können. 

dpa/skk

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