Farbenfroh ins Modelgeschäft

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Choreografin Corina Ries bemalt Julia Jahanyar.

Sulzbach – Eigentlich wollte sie nur einen Staubsauger kaufen. Jetzt ist die 29-jährige Julia Jahanyar beim Modelwettbewerb „Werde entdeckt“ des Main-Taunus-Zentrums dabei. Durchaus stressig, denn für die Teilnehmer standen diese Woche Shootings, Lauftraining und Tanz bis teils spät in die Nacht an. Von Julia Renner

Fotograf Andreas Pohl setzt die Models in Pose.

Manche machen hier mit, weil sie einfach neugierig sind, andere haben den Willen, wirklich zu gewinnen“, sagt Corina Ries. Sie übt mit den jungen Frauen und Männern das Laufen über den Laufsteg, tanzen und schauspielern. Und manchmal muss sie den Teilnehmern auch den Kopf gerade rücken. Wer den Wettbewerb gewinnt, sagt sie, hat es noch längst nicht geschafft. „Das hier ist nur ein Einstieg“, sagt Ries. Zum Modelgeschäft gehöre viel Disziplin und viel harte Arbeit. „Trotzdem kann der Wettbewerb ein gutes Sprungbrett sein.“

Thanh Dang wird fürs Shooting geschminkt.

Denn für jeweils eine Frau und einen Mann gibt es einen Vertrag mit der Agentur „Effenberg Models“. Chefin Gesine Effenberger hat selbst lange als Model gearbeitet und weiß, was die Kunden von Models verlangen: „Ehrgeiz, Pünktlichkeit, Teamfähigkeit und Sympathie“, sagt sie. Wo die Gewinner des Wettbewerbs später dann mal zu sehen sein werden, „kann man pauschal nicht sagen“. Models aus ihrer Agentur sind schon für bekannte Marken wie Marco Polo und Calvin Klein gelaufen. „Aber man kann nicht gleich auf den großen Laufsteg, man fängt klein an“, sagt Gesine Effenberger.

Groß sollten die Models trotzdem sein. „Deshalb mache ich mir keine Hoffnungen“, sagt Thanh Dang. Die 20-Jährige ist nur 1,64 Meter groß. „Ich glaube nicht, dass ich hier zum Star werde“, sagt sie und lacht. „Aber es macht Spaß, ich gehe da ganz locker ran.“

Und es ist Potenzial erkennbar“, sagt der Frankfurter Fotograf Andreas Pohl. Ob mit Wasser oder Farbe – er setzt die jungen Frauen und Männer gekonnt in Szene. „Ein bisschen Hilfestellung brauchen sie dafür aber noch.“ Kein Wunder: Erfahrung im Modegeschäft haben die Teilnehmer bisher nicht gemacht, sagt Projektleiterin Anke Dintner von der Leipziger Agentur TNC Production.

Dass man trotzdem nach dem Wettbewerb als Model Fuß fassen kann, davon ist Projektleiterin Anke Dintner überzeugt: „Die Wettbewerbs-Sieger aus den Vorjahren sind alle noch dabei.

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