Bettina Holzer aus Österrreich

Schöne Falknerin kommt mit Steinadler zum Dieburger Martinmarkt

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Steinadler Hugo und Falknerin Bettina Holzer sind zum ersten Mal bei Dieburger Martinsmarkt dabei.

Dieburg - Premiere beim 29. Dieburger Martinmarkt: Erstmals zeigt dort Bettina Holzer aus Österrreich ihre Falkner-Kunst mit Steinadler Hugo. Von Jens Dörr

Zum ersten Mal kommt Falknerin Bettina Holzer in die Dieburger Innenstadt zum 29. Dieburger Martinsmarkt vom 7. bis 9. November. Die schöne Österreicherin, deren Falknerei-Stützpunkt in Klingenberg am Main ist, bringt zwei Wüstenbussarde und sogar einen Steinadler mit. Das Interesse der 37-Jährige an den Greifvögeln weckte vor sechs Jahren eine Vorführung – damals war sie noch Zuschauerin. Zudem hat Holzers Lebensgefährte im Metier 20 Jahre Erfahrung. Im vergangenen Jahr legte sie selbst die Falknerprüfung ab – ein real gewordener „Traum“, wie sie sagt. „In der täglichen Zusammenarbeit mit unseren Greifvögeln finde ich Erfüllung. Da ein Greifvogel, auch wenn er aus Züchters Hand stammt, immer ein Wildtier bleibt, wird es zum besonderen Erlebnis.“ Für sie immer wieder faszinierend: „Man schenkt ihm die Freiheit – und trotzdem kehrt er immer wieder zurück.“

Greifvögel fliegen nur wenn der Hunger sie treibt

Mit dem Konditionieren der Greifvögel könne man bereits bei den Jungtieren beginnen. Der Ablauf: „Der Vogel wird auf den Falkner-Handschuh geprägt, indem er sein Futter immer auf diesem Handschuh erhält. Das Vertrauen zum Menschen erfolgt in der täglichen Zusammenarbeit. Umso mehr Zeit man investiert, umso schneller und besser vertraut der Greifvogel.“ Habe der Greifvogel gutes Vertrauen zum Falkner und sitze ruhig auf der Faust – was mit viel Herumtragen erreicht werde – könne mit dem Flugtraining begonnen werden. „Das geschieht zuerst an einer sogenannten Lockschnur, um zu vermeiden, dass der Vogel wegfliegt. Funktioniert die Arbeit an der Lockschnur, kann man mit dem Tier zum freien Flug übergehen.“ Damit der Greifvogel mitarbeite, müsse er Hunger verspüren. „Ansonsten setzt er sich in den nächstbesten Baum und wartet bis sich sein Hunger meldet.“ Greifvögel seien an sich bequeme Tiere, die nur flögen, wenn der Hunger sie dazu antreibe. „Sonst sitzen sie im Baum oder Gebüsch, putzen ihr Gefieder und ziehen zur Entspannung ein Bein hoch.“ Bei ihrer ersten Teilnahme am Dieburger Martinsmarkt dürfen sich die Besucher gegen ein Entgelt mit den Vögeln fotografieren lassen und die Wüstenbussarde auch streicheln. Star wird indes Steinadler Hugo sein, imposanter Greif mit einer Spannweite von 180 Zentimetern. „Er schafft täglich 14 Küken“, sagt die schöne Falknerin

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