Fahrerflucht auf dem Friedhof

Fahrzeug ramponiert die Randeinfassung eines Grabes

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Zugang über die Gartenstraße: Nur über die immer abgeschlossene Rampe (links im Bild) können Fahrzeuge auf den Friedhof in Ober-Eschbach gelangen.

Bad Homburg – Fahrerflucht oder Vandalismus: Ein beschädigtes Grab beschäftigt die Bad Homburger Polizei. Ein Auto hat eine Randeinfassung beschädigt. Von Dirk Beutel

Kleiner Friedhof – große Verwirrung. Die Bad Homburger Polizei geht derzeit einem mysteriösen Fall nach. Auf dem kleinen und beschaulichen Friedhof in Ober-Eschbach wurde offenbar ein Grab beschädigt. Genauer: Die Randeinfassung. Der Schaden beläuft sich auf etwa 1500 Euro.

Was den Fall so kniffelig macht: Die Grabstelle muss irgendwann in den vergangenen zwei Monaten ramponiert worden sein. Die Angehörigen, die sich um die Grabpflege kümmern, haben den Schaden aber erst jetzt bemerkt und bei der Polizei angezeigt. Die zeigt sich bei dem Fall allerdings ratlos. Denn bei dem Schaden handelt es sich nicht um Vandalismus. Offenbar, so sollen es die Angehörigen angezeigt haben, muss ein Fahrzeug die Einfassung kaputt gemacht haben.

Eigentlich soll jeder Schaden gemeldet werden

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Verantwortlich für den Friedhof ist der Bad Homburger Betriebshof. Dort vermutet man: „Auf dem Friedhof arbeiten viele Steinmetze mit großen Lkw und auch viele Gärtnereibetriebe sind dort tätig. Möglicherweise hat jemand aus Unachtsamkeit die Randeinfassung beim Vorbeifahren erwischt, dabei sind die Silikonfugen aufgeplatzt.“
Eine Privatperson werde ausgeschlossen, da sonst niemand auf den Friedhof fahren könne. Und für die gewerblichen Fahrzeuge gebe es nur einen Zugang, der immer abgeschlossen sei. Rainer Dinges, Abteilungsleiter der Friedhofsunterhaltung weiß, dass es keiner seiner eigenen Leute war: „Unsere Mitarbeiter sind angehalten, immer jeden Schaden zu melden.“ Jetzt sucht die Polizei nach Zeugen, die die Tat beobachtet haben. Hinweise können unter (06172) 1200 gemeldet werden.

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