In Hessen ein Dutzend Explosionen

Polizei schnappt  mutmaßlichen Automaten-Sprenger

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Nach den Sprenganschlägen auf Fahrkartenautomaten in Hessen melden die Ermittler erste Erfolge.

Frankfurt - Nach den Sprenganschlägen auf zahlreiche Fahrkartenautomaten in Hessen melden die Ermittler erste Erfolge. Ein 30 Jahre alter Mann aus dem Raum Fulda ist festgenommen worden, zwei weitere Verdächtige im Alter von 44 und 32 Jahren sind auf der Flucht.

Nach dem jüngeren von ihnen wird öffentlich gefahndet, wie die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Mittwoch mitteilte (siehe Foto).

Gegen den festgenommenen Mann wurde in Fulda Haftbefehl erlassen, er soll der Komplize des 44-Jährigen aus dem südlichen Rhein-Main-Gebiet gewesen sein. Das Duo kannte den zweiten flüchtigen Verdächtigen nicht, wie die Ermittlungen bislang ergeben haben. Ob alle gesprengten Automaten auf das Konto der drei mutmaßlichen Täter gehen, ist noch nicht sicher. Allein in Hessen wurden nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) mehr als zwei Dutzend Explosionen und zahlreiche weitere Versuche registriert.

Automaten mit Gasgemisch gesprengt

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Der öffentlich gesuchte mutmaßliche Täter soll in Hessen von April bis Juni neun Automaten in die Luft gesprengt und dabei Geld und Blanko-Fahrscheinrollen gestohlen haben.
Tatorte waren unter anderem Frankfurt, Maintal, Darmstadt und Dieburg. Der 32-Jährige wird zudem beschuldigt, in Rheinland-Pfalz, Thüringen und Sachsen ähnliche schwere Straftaten begangen haben. Einzelheiten waren zunächst unklar. Der Mann war zuletzt in Gera gemeldet, gegen ihn liegt ein Haftbefehl des Amtsgerichts Darmstadt vor.

Die Polizei fahndet nach Remo Trautluft, alias Rudigen Tacher.

Der 30 Jahre alte Festgenommene soll im April vier Automaten auf Bahngeländen im Raum Fulda mit einem Gasgemisch aufgesprengt haben. Dabei hat er den Ermittlungen zufolge aus zwei Fahrkartenautomaten Geld in noch unbekannter Höhe gestohlen. Bei den beiden anderen Geräten gelang es ihm nicht, die Türen vollständig aufzusprengen und an die Geldkassetten zu kommen.
Das Gasgemisch, das er zum Sprengen verwendete, hatte die etwa 60 Kilo schweren Türen und andere schwere Teile bis zu 15 Meter durch die Luft geschleudert. Dadurch entstand Sachschaden von jeweils rund 30.000 Euro.  An den Ermittlungen waren außer der Generalstaatsanwaltschaft und dem LKA auch die Bundespolizeidirektion Koblenz und die Polizei in Nord- und Osthessen beteiligt.

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