Zeugen gesucht

Frankfurt: Polizei sucht seit 13 Jahren nach Einbrecher

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Region Rhein-Main - Seit dem Jahre 2000 treibt ein bislang noch unbekannter männlicher Täter sein Unwesen im Rhein-Main-Gebiet. Es gibt in den letzten Jahren einen klaren Schwerpunkt im Frankfurter Norden, in Oberursel, in Bad Homburg, Kronberg, Schwalbach und Bad Vilbel.

Seit dem Jahre 2000 treibt ein bislang noch unbekannter männlicher Täter sein Unwesen im Rhein-Main-Gebiet. Er bricht zur Nachtzeit in Einfamilienhäuser und entwendet, was dort gerade so rumliegt. Geldbörsen, Handys, Laptops und Schlüsselbunde fallen ihm in die Hände. Mit dem Schlüssel entwendet er Fahrzeuge, die vor dem Haus stehen.

Dass immer derselbe Mann Täter war ergibt sich daraus, dass 22 Mal die gleiche männliche DNA am Tatort oder später am sichergestellten Fahrzeug gesichert wurde. Dieser Mann ist nirgendwo anders in Erscheinung getreten. Deshalb geht die Polizei davon aus, dass er im Rhein-Main-Gebiet, wahrscheinlich im Bereich Frankfurter Norden, Bad Vilbel, Oberursel wohnt, arbeitet oder sonst eine Beziehung hat. Es ist eine Belohnung von 1500 € ausgesetzt worden.

Einbruch-Serie beginnt in Kronberg

Eine Serie von 22 Wohnungseinbruchsdiebstählen beginnt im Jahre 2000 Kronberg-Oberhöchstadt. Die Serie ist darin begründet, dass der derzeit noch unbekannte männliche Täter am Tatort oder in den gestohlenen Fahrzeugen eine serologische Spur hinterlässt. Die 2. Tat ereignet sich im Jahre 2000 in Kelsterbach.

Im Jahre 2001 wird der Täter nicht auffällig.

Für das Jahr 2002 können ihm in Mörfelden-Walldorf, in Frankfurt-Bonames und Bad Homburg-Gonzenheim Straftaten nachgewiesen werden. Die Tat in Gonzenheim ist die einzige Tat, bei der er nicht in eine Wohnung einbricht, ein Kosmetikstudio erhält von ihm Besuch.

Im Februar 2003 bricht er in Raunheim in ein Haus ein und erbeutet erstmals Autoschlüssel und das dazugehörige Fahrzeug, welches sehr viel später in Frankfurter Stadtteil Nied gefunden wird. Eine 2. Tat im Jahre 2003 ist in Niederursel, es wird kein Fahrzeug erlangt.

Warum für den Zeitraum von 2004 bis 2006 keine Tat für ihn verzeichnet ist, bewegt sich im Bereich der Spekulationen. Hat er keine Straftaten begangen? Saß er im Gefängnis? War er verzogen?

2007 zahlreiche Einbrüche

Im Januar 2007 wieder er auffällig, in Kronberg bricht er in ein Haus ein. Ein Fahrzeug wird nicht erbeutet. Ab August 2007 kommt es knüppeldick. Er schlägt in Bad Vilbel, in Praunheim, in Oberursel-Bommersheim, in Heddernheim, in Oberursel, in Oberursel-Oberstedten, Frankfurter Berg und nochmals Oberursel zu. Er erbeutet auch Fahrzeugschlüssel und entwendet das vor dem Haus stehende Fahrzeug. 3 weitere Taten in Harheim, Niederursel und Niedereschbach müssen ihm aller Wahrscheinlichkeit nach zurückgerechnet werden, obwohl er keine DNA-Spuren hinterlässt. Alle Fahrzeuge werden nach einiger Zeit im Stadtgebiet Frankfurt / Main wieder aufgefunden. Wo dies im Einzelnen war, kann der anhängigen Liste entnommen werden. Alle Fahrzeuge wurden somit nur missbräuchlich benutzt, der Täter wollte die Fahrzeuge nicht dauerhaft besitzen, die Taten waren nicht auf die dauerhafte Erlangung eines Fahrzeuges ausgerichtet.

So schützen sie sich vor Einbrechern

So schützen Sie sich vor Einbrechern

Die Serie ebbt im Jahre 2009 ab, es kommt „nur“ zu einer Tat in Niederursel. Im Jahre 2010 ist der Täter nicht auffällig.

Im Herbst 2011 tritt er erneut in Erscheinung und zwar in Schwalbach / Taunus und in Harheim. Die Serie endet (vorläufig) im Jahre 2012 mit Tatorten in Berkersheim und Bad Vilbel.

Täter scheint nicht vorbereitet

Dieser Täter unterscheidet sich von den üblichen Wohnungseinbrechern. Er kommt zur Nachtzeit, er muss deshalb immer davon ausgehen, dass die Bewohner zu Hause sind.  Der Täter ist offensichtlich nicht auf die Tatausführung vorbereitet, die Objekte erscheinen zufällig gewählt, keinesfalls ausgesucht. Zum Eindringen nutzt er Materialien, die sich ihm gerade so bieten. Bei dem ermittelnden Kriminalbeamten entsteht der Eindruck, dass er in der Nähe der Tatorte Gast auf einer Feier war und keine Möglichkeit hatte, zur Nachtzeit nach Hause zu kommen, weil der öffentliche Personennahverkehr nicht mehr fährt und ein Taxi wohl zu teuer ist. Er bricht in ein Haus ein und erlangt oftmals Fahrzeuge, mit denen er dann davon fährt.

Der Täter konnte bis heute nicht ermittelt werden. Die DNA ist männlich. Er ist bisher bei 22 Straftaten und somit nur im Rhein-Main-Gebiet aufgefallen.

Zeugen gesucht

Das Kommissariat 21 der Frankfurter Polizei sucht Zeugen, die eine bestimmte Person mit dem Bewegungsbild und der Zeitleiste der Tatorte und auch der Sicherstellungsorte verbindet. Möglicherweise hat sich der Täter ja auch einer anderen Person offenbart oder sich der Taten gebrüstet. Vielleicht hat der Täter sogar einen Zeugen in einem der entwendeten Fahrzeuge mitgenommen. Für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters führen, sind von privater Seite, von der Versicherungswirtschaft 1500.- € Belohnung ausgesetzt. Hinweise bitte an das Polizeipräsidium Frankfurt / Main, Kriminaldirektion, K 21, KHK Horz, Tel.: 0569 / 755 – 52141 oder georg.horz@polizei.hessen.de. Weitere Details incl. des Fernsehberichtes findet sich auf der Internetseite Polizei.Hessen.de, Polizeipräsidium Frankfurt / Main, Serienwohnungseinbrecher in Frankfurt / Main gesucht.

red

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