Horror! Plötzlich Maden im Kopf

Gruselig: EXTRA TIPP-Volontärin verwandelt sich in einen Zombie

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Zum Fürchten: EXTRA TIPP-Volontärin Franziska Jäger.

Das Fest der Gruselgestalten steht vor der Tür. Doch wie trumpft man auf der Halloween-Party in der blutrünstigen Menge auf? Der EXTRA TIPP zeigt, wie man mit einfachen Tricks und Mitteln richtig schön schockt. Von Franziska Jäger

„Nach wie vor der Renner zu Halloween sind Zombies“, sagt Mareike Biek. Die Foto- und Airbrush-Künstlerin leitet den Gruselparcours der Halloween Nights an der Eppertshausener Thomashütte. Hier schminkt sie im Akkord blutverschmierte Untote und Monster, die dann auf die Besucher losgelassen werden. „Zombies sind ganz leicht nachzumachen, weil die Leute kein Kostüm brauchen“, sagt Biek. Noch dazu kann man aufgeplatzte Wunden und blutige Hautfetzen mit einfachen Mitteln zuhause schminken.

Und so geht’s:

Vorbereitung braucht die Haut für das Grusel-Make-up keine. „Cremt man sich ein, hält das Ganze nicht so gut“, sagt Biek. Mit einem Wattestäbchen feuchtet sie die Hautfläche, auf der die Wunde klaffen soll, mit etwas Latex-Milch an. „Die bekommt man überall, wo es Faschingsschminke gibt. Zum Auftragen nimmt man besser keinen Pinsel, da dieser zu stark verklebt“, erklärt die Künstlerin. Anschließend drückt sie einen Fetzen eines zerrissenen Kosmetiktuchs auf die Haut und überarbeitet diesen noch einmal mit dem Latex.

Die Verwandlung im Video-Clip

Ist das Tuch angetrocknet, kann man mit den Fingern oder einem spitzen Gegenstand beginnen, die Wunde für den 3D-Effekt aufzureißen: „Wenn Fetzen herunterhängen ist das noch besser.“ Das entstandene Loch verblendet Biek nun mit flüssigem, hautfarbenem Make-up, das sie über das ganze Gesicht verteilt. Für die optische Tiefe füllt sie das Loch mit schwarzer Fettschminke aus. „Alternativ kann man aber auch einfach einen schwarzen Gel-Eyeliner benutzen.“

Latex-Milch und Haferflocken

Wem das zu langweilig ist, der schmiert statt der schwarzen Farbe ein Gemisch aus etwas Latex-Milch, Haferflocken und einem Tropfen Kunstblut in die Wunde – das sieht dann aus, als würde das Fleisch hervorquellen.

Die Wundränder schminkt Biek mit roter Farbe: „Aber ein Lippenstift tut´s auch.“ So richtig eklig wird’s, wenn man mit einem Schwämmchen noch künstlichen Wundschorf aufträgt. Auch den gibt’s fertig in Döschen zu kaufen. Für das Kunstblut, das anschließend großzügig um die Wunde und den Mund herum aufgetragen wird, hat die Zombie-Expertin ein einfaches Rezept parat: Zuckerrübensirup wird mit roter Lebensmittelfarbe vermischt. „Dieses Kunstblut ist sehr einfach und günstig herzustellen, allerdings ist es sehr klebrig“, sagt Biek.

Fortgeschrittene können sich auch an dünnflüssigeres Kunstblut wagen (siehe Kasten rechts). Als Zugabe setzt sie eine kleine Gummimade aus dem Spielzeugladen in die Wunde. „Die Maden kann man auch aus Fimo Modelliermasse formen. Noch einfacher geht’s mit Reiskörnern.“

Für den letzten Schliff schminkt sie die Augenpartie mit schwarzem Puder oder Lidschatten: Fertig ist der wandelnde Untote, der sich nun auf der Halloween-Sause so richtig austoben kann. Denn auch wenn man optisch gerade auseinanderfällt – das Latex-Gemisch hält bombenfest.

Fotos: Gruselige Rezepte für die Halloween-Party

Fotos: EXTRA TIPP testet angesagte Halloween-Kostüme

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