Rückblick auf 2014

EXTRA TIPP-Tests: Als Veganer, Pfandsammler und unter Hypnose

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Zum Meditieren in den Wald: Auch das gehört zur Veganer-Phase von Redaktionsleiter Axel Grysczyk im Mai/Juni.

Für unsere Leser haben wir auch 2014 getestet. Stets ging’s darum, unseren Lesern Infos aus erster Hand zu liefern. Dafür fuhren wir ein verbotenes Taxi, spielten mit Gefangenen Basketball oder versuchten, mit Autos sieben Stundenkilometer zu fahren. Von Axel Grysczyk

Es ist ein ganz normaler Donnerstagvormittag im September. Leicht bewölkt, das Thermometer kratzt an der 20-Grad-Marke herum. In der Nähe unseres Verlagsgebäudes in Offenbach hält ein schwarzer Mercedes. Redakteurin Dana Moser öffnet die Tür. Und dann passiert’s. Das Verbotene. Sie steigt in ein Uber-Pop-Taxi. Zur damaligen Zeit gilt eine einstweilige Verfügung gegen den Taxi-Konkurrenten Uber. Mit dem Dienst kann man sich per Handy einfach einen privaten Fahrer ordern, der einen ähnlich wie beim Taxi an sein gewünschtes Ziel bringt. Trotz Verbot gibt es das Angebot. Wir testen’s. Unser Fazit: Netter Fahrer, guter Service und sensationeller Preis. Zum Hauptbahnhof nach Frankfurt kostet’s mit dem Taxi 25 Euro mit dem Uber-Fahrer gerade mal 16 Euro (hier nachlesen:„Die verbotene Taxi-Fahrt“).

Vier Wochen lang vegan

Dies war einer unserer zahlreichen Tests im vergangenen Jahr. Wir probieren’s mal selbst aus, ist die Devise, um unseren Lesern ein besseres Bild zu geben. Im Folgenden stellen wir neun weitere Tests vor, die wir in diesem Jahr besonders informativ, unterhaltsam oder nutzwert-orientiert fanden: Am 29. Juni veröffentlichen wir den Artikel, unter dessen Inhalt die Redaktion mehrere Wochen zuvor gelitten hat. Redaktionsleiter Axel Grysczyk hat vier Wochen lang vegan gelebt. Sein Fazit: Tolle Erfahrung und gar nicht schwer, so lange man sich in den eigenen vier Wänden bewegt. Sobald der Veganer spontan irgendwo hinfährt, kann’s ihm passieren, dass ihm der Magen knurrt (hier nachlesen: „Mein Leben als Veganer“).

Nussig. So beschreibt EXTRA TIPP-Redakteur Norman Körtge zu Beginn des Jahres parallel zum Start des Dschungelcamps im Fernsehen die Geschmacksnote von Mehlwürmern. Zusammen mit Kollegin Silke Gottaut hatten sich beide im Sachsenhäuser Restaurant Manitou ein Ekel-Menü aus Mehlwürmern, Larven und Krokodilfleisch zusammenstellen lassen. Und dabei selbst mitgekocht. Fazit: Larven sind schon ganz schön dick, aber ganz so ekelig wie es zunächst schien, ist es gar nicht (hier nachlesen: „Dschungelcamp: Es ist angerichtet“).

EXTRA TIPP testet Schönheit

Mal ein ganz anderer Test hat es in die Test-Hitparade dieses Jahres geschafft. Am 30. März titelte der EXTRA TIPP „Bin ich schön?“ Ulrich Renz, Attraktivitätsexperte und Fachbuchautor, verrät, dass es bei Frauen lediglich auf die makellose Haut, Große Augen, grazile Nase, volle Lippen und Wangenknochen ankommt. Und: Es braucht keine große Umfragen, zehn Befragte reichen aus. Das läge daran, dass etwa bei 50 Prozent der Menschen das Attraktivitätsempfinden übereinstimmt. Auf einer Skala zwischen eins und zehn – das reicht. Die Werte aus unserem Schönheitstest bei den Frauen: Schauspielerin Radost Bokel 7,5, Moderatorin Sonya Kraus 5,8, ihre Kollegin Susan Atwell 6,5 und Super-Blondine Gina-Lisa Lohfink 3,5 (hier nachlesen: „Bin ich schön? Zehn Antworten reichen).

Anfang April fordert die Frankfurter CDU einen Qualitätstest für Straßenmusiker. Wie gut die Musiker sind, kann man sich anhören im Video zum Artikel „CDU fordert Talent-Test für Straßenmusiker" ansehen.

Wieder eine andere Art von Test: Mitte April spielen die Rhein-Main Baskets in der JVA Preungesheim gegen die Gefangenen Basketball. Seit drei Jahren gibt es dieses Angebot. Die Rhein-Main Baskets behaupten: Die Frauen hinter Gittern werden immer besser. Wir habens’s getestet und unsere Basketballfachfrau, Volontärin Fabienne Seibel hat mitgedribbelt, geblockt und geworfen. Ihr Fazit: „Die Gefangenen haben in der Tat etwas drauf.“ (hier nachlesen: „Basketball hinter Mauern")

Der April war unser Testmonat: Redakteurin Silke Gottaut stellt sich ihrer Angst vor Spinnen bei zwei Hypnose-Sitzungen. Und sie hat erfolg. Eine große Rolle spielt dabei eine lilafarbene Spinne mit Fell auf grünen Rollschuhen mit einer gelben Kappe (hier nachlesen: „Sechsäugiger Horror auf acht Beinen“).

Redakteur Norman Körtge hat schon an 100-Kilometer-Wanderungen teilgenommen und rennt einen Marathon unter drei Stunden. Klar, dass er für einen ganz besonderen Test auserkoren wird: Eine Nacht mit einem Flaschensammler. Das Ergebnis dieser Juni-Nacht: 18,2 Kilometer in 4,29 Stunden und das alles für 12,10 Euro. Unser Sammler steckt das Geld in Spezial-Futter für seine kranke Katze (hier nachlesen: „Pfand sammeln: alles für die Katz’).

Keiner schafft sieben Stundenkilometer

„Die beliebtesten Wanderwege der Hessen“ heißt ein Buch von Anette Sievers. Wir haben’s getestet und uns die Wanderung und den 14,6 Kilometer langen Nibelungensteig ausgesucht. Der kühle Eutersee, das Himbächel-Viadukt, das Ebersberger Felsenmeer und der sagenumwobene Rutschstein – alles in allem ein erlebnisreicher Ausflug und empfehlenswert (hier nachlesen: „Der Rutschstein der Nibelungen“).

Der letzte Test, der es unter die zehn besten EXTRA TIPP-Tests des Jahres geschafft hat, ist unser Spielstraßentest in Heusenstamm. Die Herausforderung: In einer Spielstraße ist eine Geschwindigkeitsmessgerät aufgebaut, das einem ein Smiley anzeigt, wenn man das Tempo einhält. Wenn nicht, gibt’s ein trauriges Gesicht. Mit diversen Fahrzeugen – vom Käfer bis zum dicken Volvo, vom Smart bis zum Lieferwagen – haben wir es probiert, aber nie geschafft, auf die geforderten sieben Stundenkilometer zu kommen. Das Fazit: Es ist einfach unmöglich mit modernen Autos dieses Tempo zu fahren (hier nachlesen: „Spielstraßen-Test: Mit diesen Autos kann keiner Schritt halten“).

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