Fettes Rad und mehr Elektronik

Mehr Elektronik: Das sind die Fahrradtrends 2015

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Verkaufsberater Kai Müller  vom Frankfurter Zweirad Center Stadler zeigt den neuen Funrad-Trend aus den USA. Sogenannte Fat-Bikes sind seiner Ansicht nach die Räder der Zukunft.

Wenn die Sonnenstrahlen die Nase kitzeln, wird wieder fleißig ins Pedal getreten. Welche Räder liegen in dieser Saison besonders im Trend? Der EXTRA TIPP sprach mit Rad-Verkaufsexperten vom Frankfurter Zweirad Center Stadler. Von Oliver Haas 

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„Ganz klar, der Trend Elektrorad geht weiter und verstärkt sich, sagt Jürgen Welz, Niederlassungsleiter vom Zweirad Center Stadler. Weit weg vom bisherigen Rentner-Fahrrad-Image wird nun auch die die jüngere Zielgruppe vermehrt angesprochen. „Elektroräder sind jetzt leichter und optisch ansprechender. Es kamen viele Mountainbikes oder Trecking-Cross-Räder in dieser Variante auf den Markt“, so Welz. Und tatsächlich: Auf den ersten Blick sieht man den neuen Elektrorädern gar nicht mehr an, dass sie nicht nur mit Muskelkraft fortbewegt werden müssen.
Ein neuer Fun-Trend schwappte über den Atlantik nach Deutschland: Sogenannte Fat-Bikes. Das sind Räder mit bis zu zwölf Zentimeter dicken Reifen, die unter 0,5 Bar Druck haben. Diese sollen bald vermehrt hierzulande über die Straßen rollen.

Verkaufsberater Kai Müller erklärt die Reifenkolosse: „Fat-Bikes wurden ursprünglich in Kalifornien konstruiert, damit dort am Strand im Sand gefahren werden kann. Die Kanadier hatten das gleiche Problem – allerdings mit Schnee.“ Müller prophezeit für die Zukunft einen Siegeszug für dieses Fahrrad-Produkt. „Es ist weltweit das einzige Rad, mit dem man 365 Tage im Jahr fahren kann, egal wie tief der Schlamm oder wie hoch der Schnee ist.“

Gewicht der Fat-Bikes wird falsch eingeschätzt

Auf den ersten Blick erscheint das Rad recht schwerfällig und klobig. Doch das Gegenteil sei laut Müller der Fall: „Dadurch, dass man das Rad mit einem relativ niedrigen Druck fährt, drücken sich die Stollen in den Reifen. Dadurch ist der Rollwiderstand viel geringer als angenommen.“

Auch das Gewicht dieser Räder wird oft falsch eingeschätzt. „Es sieht schwerer aus, als man denkt. In den Reifen ist schließlich nur Luft. Deshalb sind auch die Fat-Bikes maximal zwischen 14 und 16 Kilogramm schwer.“ Müller ist überzeugt: „Das ist das Rad der Zukunft. Jeder namenhafte Hersteller hat 2015 ein Fat-Bike im Programm.“

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Bikeleasing wird mehr zum Thema werden

„Die Sportler müssen sich nur noch darum kümmern, wie sie am Hinterrad die Gänge einlegen. Der Computer stellt dann automatisch die Trittfrequenz fest und richtet den Umwerfer vorne dementsprechend aus“, erläutert Müller. In der Praxis bedeutet dies, dass der Fahrer nicht mehr nachdenken braucht, ob er vorne das große oder kleine Kettenblatt verwenden muss.

Ein weiteren Trend prophezeit Jürgen Welz, wenn es um die Finanzierung geht. „Bikeleasing  wird ein Thema sein, das immer größere Bedeutung bekommt.“ Dadurch, dass der Verkehr in den Städten immer dichter werde, könnten schon bald statt Firmenwagen immer öfter Firmenräder geleast werden.

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Das sind die Fahrradtrends 2015

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