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Fehlende geistige Reife: Abi-Scherz artet aus

In der Nacht von Montag auf Dienstag schlug ein Abi-Streich in Köln in blanke Gewalt um. Mehr als 200 Schüler vom dortigen Humboldt-Gymnasium stießen mit Jugendlichen rivalisierender Gymnasien zusammen. Zunächst flogen Wasserbomben, dann auch Glasflaschen, Böller und Steine. Ein Kommentar von Axel Grysczyk

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Ergebnis: Ein Schüler erlitt einen Schädelbasisbruch, ein anderer Knochenbrüche im Gesicht. Eins steht fest: Wer das Abitur hat, bekommt auch ein Reifezeugnis ausgestellt. Und das ist im Kölner Fall nicht nachgewiesen. Wer sich so verhält, erbringt nicht den Nachweis geistiger Reife.

Das Schlimme: Solche Chaoten werten die eigentlichen Abiturienten ab. Denn weil immer mehr geistig Unreife zum Abitur zugelassen werden, wird das Ergebnis der eigentlichen Leistungsträger geschmälert. Denn: Heutzutage ist es einfach Pflicht, Abitur zu haben. Es muss aufhören, dass Kultusministerien das geistige Niveau auf Gymnasien immer weiter runterschrauben, um einfach mehr Abiturienten und damit später Höherqualifizierte zu produzieren. Intellektuelle Leistung darf nicht zu einem Produktionsprozess werden.

Den verantwortlichen Schülern der Kölner Krawalle sollte durch ihre Schulen das Abitur aberkannt werden. Vielleicht lernen sie in einem sozialen Jahr erstmal das wahre Leben kennen. Dann können sie gerne wieder zur Prüfung zugelassen werden.

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