Extra Tipp Aktion: Hilfscontainer für Eritrea

Unsere Leser bringen Hoffnung nach Afrika

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Ein Bild aus dem Krankenhaus in Enghela: Durch die Medikamenten-Lieferung aus Heusenstamm ist die Versorgung auch kleiner Patienten jetzt professionell möglich.

Heusenstamm – Die Hilfe für Eritrea geht weiter. Wieder haben unsere Leser dafür gesorgt, dass ein wertvoller Hilfscontainer auf Reise gehen kann. Doch nun müssen die Helfer aus Heusenstamm ihre unermüdliche Unterstützung intensivieren. Von Axel Grysczyk

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Unterstützte Hilfsladung hat Afrika erreicht

Der 43. Container mit Hilfsgütern für zwei Krankenhäuser in Eritrea hat Heusenstamm verlassen. Seit dem vergangenen Jahr haben insbesondere EXTRA TIPP-Leser mit ihren großzügigen Spenden dafür gesorgt, dass in dem bettelarmen Land wieder Hoffnung keimt. Insbesondere weil unsere Leser es mit ihren Spenden möglich gemacht haben, dringend benötigte Medikamente zu kaufen. Doch beim jüngsten Transport war alles anders: Zum einen waren über 30 Nähmaschinen an Bord. Der EXTRA TIPP hatte bei einem Bericht ein Bild von vor Ort nähenden Frauen gezeigt. Dies führte zu einer Nähmaschinen-Lawine für die ehrenamtlichen Helfer von „Hilfe für Eritrea“. Zum anderen überzeugten sich zwei Prüfer der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), dass nur die angemeldeten Hilfsgüter zum Versand kamen. Schließlich unterstützten sie die Hilfsbemühungen, übernahmen die Transportkosten des Containers und eines geplanten weiteren Containers in Höhe von mehr als 11.000 Euro. Mehr als 200 Pakete mit Bettwäsche, Handtüchern, medizinischen Hilfsmitteln und Nähbedarf gehen auf die vierwöchige Reise. Das „Herzstück“ der Ladung sind jedoch 90 Pakete mit Medikamenten und im Krankenhaus benötigten Hilfsmitteln im Wert von knapp 30.000 Euro. Außerdem wurden noch 20 Krankentragen gekauft.

Trotz der überwältigenden Hilfe hat Hilfskoordinator Heinz Schiedhering Sorgen. Denn bis jetzt stand das Krankenhaus in Enghela im Blickpunkt. Doch auch das zweite Krankenhaus der Schwestern in Feledareb hat Probleme. Es hatte bisher einen Jahresbedarf an Medikamenten von 20.000 Euro. Beim Besuch der Heusenstammer in Eritrea haben die im Krankenhaus von Feledareb arbeitenden Schwestern aber ebenfalls auf die ständig steigenden Patientenzahlen hingewiesen und einen aktuellen Jahresbedarf an Medikamenten von 30.000 Euro ermittelt. In der Vergangenheit hatte das Kindermissionswerk in Aachen zwar weitgehend die Medikamentenkosten bis zu einem Betrag von 20.000 Euro übernommen, doch müssen die Heusenstammer Helfer die fehlenden Gelder aufbringen. Da der Container für Feledareb am 18. Juli abgeschickt werden soll, bleibt nicht mehr viel Zeit. Zum Kauf dieser Medikamente werden deshalb dringend Geldspenden auf das Konto „Hilfe für Eritrea“ der katholischen Pfarrgemeinde „Maria Himmelskron“ bei der Vereinigten Volksbank (VVB) Maingau unter Konto IBAN:DE 18 5056 1315 0106 0606 25; BIC:GENODE5 10BH erbeten.

Bis zum Abgang des Containers werden auch weiterhin folgende Sachspenden benötigt: Bettwäsche, Handtücher, Verbandsmaterial, Gehhilfen, Stöcke, Schirme. Nähmaschinen, Stoffe und Nähbedarf. Die Annahmestelle in der Heusenstammer Philipp-Reis-Straße 4 ist deshalb noch bis 16. Juli mittwochs von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es beim Projektleiter Heinz Schiedhering, (06104) 3627.

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