Explosive Verdauung

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Mit ihrem Ratgeber will die Dietzenbacherin Laura Camprubi Anderen einen langen Leidensweg ersparen.

Dietzenbach – Essen, Durchfall, Essen, Durchfall – Laura Camprubi hat gelitten. Monatelang. Nach einer Ärzte-Odyssee stellt eine Ernährungsmedizinerin endlich die Diagnose: Lactose-Intoleranz. Seitdem geht es der Dietzenbacherin wieder gut. Jetzt hat sie ein Buch über sich und ihre Krankheit geschrieben. Damit will sie anderen Intoleranten helfen, besser im Alltag zurecht zu kommen. Von Christian Reinartz

„Es war furchtbar“, wenn Laura Camprubi an die Zeit vor der Diagnose erinnert gruselt es sie noch heute. Die Ungewissheit und die ständigen Durchfälle seien extrem belastend gewesen. „Ich habe gedacht, mein Darm explodiert“, beschreibt sie die Qualen. Dazu seien ganz schnell Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen gekommen. „Die haben ja sogar angenommen, ich hätte einen Gehirntumor.“

Doch hinter den Symptomen der Geschäftsführerin einer Werbeagentur steckte ein ziemlich häufig auftretendes Problem. Ihr Körper kann keinen Milchzucker verdauen, spielt völlig verrückt, wenn sie Milchprodukte zu sich nimmt.

In sehr vielen Lebensmitteln steckt Milchzucker

War die Diagnose erst gestellt, ging es ihr zwar seelisch besser, aber „dann kam die Angst davor, wieder etwas Falsches zu essen, denn Milchzucker ist in viel mehr Lebensmitteln, als man denkt“, sagt Camprubi. Zum Beispiel in vielen Sorten Kartoffelchips. „Erst bin ich völlig unsicher durch die Supermärkte gelaufen, habe mir jede Packung durchgelesen“, erinnert sich Camprubi: „Mittlerweile hab ich ein gutes Gefühl dafür bekommen.“ Dieses Wissen will sie jetzt mit anderen teilen und hat deswegen das Buch „Ich bin intolerant“ herausgebracht. Es ist eine Mischung aus Erfahrungsbericht, Symptomsammlung und Einkaufsratgeber. „Da steht einfach alles drin, was ein intoleranter, oder einer der vermutet, es zu sein, wissen muss“, beschreibt die junge Frau ihr Werk: „Ich selbst habe so etwas verzweifelt gesucht, aber bisher gibt es nichts Vergleichbares“, sagt sie: „Deswegen habe ich es geschrieben.“

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