Etwa 15.000 Fahrzeuge zu schnell

Europaweiter Blitzmarathon: Polizei zieht positive Bilanz

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Obwohl die Kontrollstellen im Vorfeld bekannt waren, fuhren in Hessen knapp 15.000 Personen zu schnell. 

Hessen - Heute Morgen um sechs Uhr endete der zweite europaweite Blitzmarathon. Insgesamt zeigt sich die Polizei zufrieden mit dem Ergebnis - auch wenn den Beamten einige unverbesserliche Fahrer vor die Blitzer rasten.

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Mit dem Ziel, das Geschwindigkeitsniveau nachhaltig zu senken und damit Verkehrsunfälle mit Toten und Schwerverletzten zu reduzieren, beteiligten sich an fast 400 Messstellen in Hessen knapp 1000 Polizisten sowie die Mitarbeiter teilnehmender Kommunen. Für 24 Stunden legte die Polizei den Fokus ihrer Verkehrssicherheitsarbeit auf das Thema Geschwindigkeit. Das Gros der Autofahrer zeigte sich gut über die Blitzstellen informiert, die im Vorfeld bekanntgegeben worden waren

Wenn die geforderten Tempo-Limits überschritten wurden, dann in der Mehrheit nur in geringem Maße. Insgesamt passierten etwa 363.000 Fahrzeuge die Messstellen, etwa 15.000 von ihnen waren zu schnell unterwegs. 11.380 Personen fuhren bis zu 20 km/h zu schnell und müssen jetzt mit einem Verwarnungsgeld rechnen. Ein Bußgeld von mindestens 70 Euro und ein bis zwei Punkten kommen auf 2.996 Fahrer zu. 

Negative Ausreißer gab es allerdings auch. Die Polizisten erwischen 181 Raser, die diese Bezeichnung auch verdienten. Sie fuhren so schnell, dass sie für mindestens vier Wochen auf ihren Führerschein verzichten müssen. Auf der A 480 am Reiskirchener Dreieck rauschten zwei Autos statt mit den erlaubten 80 km/h mit 151 km/h durch die Kontrollen. 

Archivbilder vom Blitzmarathon 2014

Bitte lächeln: „Blitz-Marathon“ in Bildern

Im Gebiet des Polizeipräsidiums Südosthessen kam das schnellste gemessene Fahrzeug aus der Schweiz. Der Fahrer beschleunigte auf 135 km/h bei vorgeschriebenen 70 km/h. Im Lahn-Dill-Kreis stoppten die Polizisten drei Motorradfahrer. Auf B 255 waren sie bei erlaubten 100 km/h mit 148, 155 und 162 km/h gemessen worden. An einer Blitzstelle auf der B8 im westhessischen Sulzbach ist eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 km/h eingerichtet. Dort brachte es der Spitzenreiter auf 139 km/h. 

Gleich zweimal geblitzt

Mit Humor nahm es ein Fahrer in Bad Vilbel. Nachdem er bereits morgens gegen acht  Uhr mit 15 km/h zu schnell an einer Messstelle erwischt wurde und hierfür 20 Euro bezahlen musste, fuhr er um kurz vor 14 Uhr nochmals durch dieselbe Kontrolle. Wie wurden 20 Euro für 15 überschüssige km/h fällig. 

Die Polizisten achteten bei ihren Kontrollen aber nicht nur auf Geschwindigkeiten. Sie ahndeten auch Verstöße gegen das Telefonieren während der Fahrt, gegen die Gurtpflicht oder andere schwerwiegender Verstöße. In Gießen zogen sie einen Kleintransporter aus dem Verkehr, der ausschließlich für den Güterverkehr zugelassen war. Die Beamten staunten nicht schlecht, als sich die Türen öffneten und insgesamt 13 Erwachsene und fünf Kinder aus dem Transporter ausstiegen. In Kassel stoppten sie eine Autofahrerin, die zwar nicht zu schnell, dafür aber mit 1,2 Promille unterwegs war. Nachdem ein Wagen in Seligenstadt wegen einer geringen Geschwindigkeitsüberschreitung gestoppt wurde, nahm der Beifahrer plötzlich Reißaus. Nach einer kurzen Verfolgung klickten die Handschellen. Bei seiner Durchsuchung fanden die Polizisten eine geringe Menge Drogen. 

Was zu tun ist, wenn man geblitzt wurde, erklärten ADAC-Experten bereits im Vorfeld. red

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