Mit sechs Abgeordneten vertreten

Europawahl beendet - Beteiligung in Hessen gestiegen

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Region Rhein-Main - Die Europawahl ist am Sonntagabend in Hessen mit einer voraussichtlich leicht gestiegenen Beteiligung zu Ende gegangen.

Bei strahlendem Sonnenschein gaben bis zum frühen Nachmittag 19,5 Prozent der 4,7 Millionen Wahlberechtigten in Hessen ihre Stimme ab. Wie der Landeswahlleiter in Wiesbaden mitteilte, waren das 2,6 Prozentpunkte mehr als zur gleichen Zeit (14.00 Uhr) im Jahr 2009.

In allen fünf Großstädten gingen mehr Menschen an die Urnen als 2009. Den größten Zuwachs verzeichnete Wiesbaden, wo genau 23 Prozent der Wahlberechtigten ihr Kreuz machten. Das entsprach einem Plus von mehr als vier Prozentpunkten (18,9). In einem Wahllokal in der Innenstadt waren die Helfer zuversichtlich, dass die 50-Prozent-Marke erreicht wird. Auch in Frankfurt, Darmstadt, Kassel und Offenbach kamen mehr Bürger in die Wahllokale.

Hessen bleibt im Europarlament vertreten

Im Europaparlament wird Hessen weiter mit sechs Abgeordneten vertreten sein. Für die CDU werden erneut Thomas Mann  und Michael Gahler  nach Brüssel gehen, wie der Landeswahlleiter am Montag in Wiesbaden mitteilte. Für die SPD schafften Martina Werner  und nochmals Udo Bullmann  den Einzug ins EU-Parlament. Der Grünen-Politiker Martin Häusling  hat ebenfalls eine neue Amtszeit in Brüssel. Eine neue Aufgabe tritt Julia Reda  von den Piraten an.

Bei dem Urnengang hatte die CDU kräftige Verluste (minus 5,8 Prozent) erlitten, war aber mit 30,6 Prozent knapp stärkste Partei geblieben. Die SPD kletterte mit einem Plus von 5,9 Prozent 30,3. Die Grünen kamen bei leichten Verlusten mit 12,9 Prozent auf den dritten Platz. Die europakritische Alternative für Deutschland (AfD) erzielte auf Anhieb 9,1 Prozent. Die Linkspartei konnte den Anteil auf 5,6 Prozent steigern. Massive Verluste erlitt die FDP, die nur auf 4,1 Prozent kam. Die Liberalen stellen damit auch keinen Abgeordneten mehr im Europäischen Parlament.

Bei der vorangegangenen Europawahl 2009 lag die Beteiligung bei 37,9 Prozent.

dpa

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