Und arbeitet in Frankfurt

Erzhausenerin ist die Beste Sekretärin Hessens

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Budgets, Personalwesen, Arbeitsverträge, internationale Buchhaltung: Monique Liebaus´ Arbeitsfeld ist umfangreich. Sie wurde jetzt zu Deutschlands drittbester Sekretärin gekürt.

Erzhausen/Frankfurt - Monique Liebau ist echt gut in ihrem Job. Wie gut hat sie jetzt gezeigt. Denn die Erzhausenerin ist die drittbeste Sekretärin in Deutschland und beweist, dass man in ihrem Beruf auf jedem Parkett zuhause sein muss. Von Dirk Beutel

Wie erklärt man einem Mitarbeiter, dass die Hälfte seines Jahresbonus für wohltätige Zwecke gespendet werden soll? Die Antwort kennt Moníque Liebau: „Man appelliert an die Naturverbundenheit und die Kinderliebe des Kollegen und heizt zusätzlich seine Motivation an“, sagt die 36-Jährige mit einem Lachen. Eine Idee in sekundenschnelle entwickeln, umsetzen und sich in Situationen hineinversetzen, mit denen man niemals rechnen würde, diplomatisches Geschick. Das war die große Stärke der Erzhausenerin, die beim bundesweiten Wettbewerb „Deutschlands beste/r Sekretär/in“ unter 250 Kandidaten den dritten Platz belegt hat.

Drittbeste Sekretärin Deutschlands arbeitet in Frankfurt

Die besten zehn mussten in einem Live-Contest in Hamburg beweisen, wie gut sie im Management von Büroprozessen sind. Und zwar unter Zeitdruck. „Da bin ich selbst von mir überrascht, dass ich das so gut ausblenden konnte und nicht nervös wurde“, sagt das Multitalent, das als Office Manager und Management Assistant für Colliers Int. Corporate Solutions GmbH in Frankfurt arbeitet. Mehr noch: „Die Aufgaben haben Spaß gemacht.“ Und jede war eine besondere Herausforderung die man nicht im Alltag erlebt. Sonst könnte man sich ja dafür vorbereiten. Doch gerade die Spontanität und Flexibilität sollte auf den Prüfstand gestellt werden.

Sekretärinnen sind heute Büromanagerinnen

Zuvor galt es, einen umfangreichen Wissenstest zu absolvieren und ihre Fähigkeiten im Organisieren und Improvisieren unter Beweis zu stellen. „Ganz nach dem Motto, sei selbst ein Teil der Lösung“, sagt Liebau. Europas bekanntester Büroartikelhersteller Leitz veranstaltet den Wettbewerb in diesem Jahr bereits zum neunten Mal. Mit der Auszeichnung der besten Sekretärin soll das Ansehen des in vielen Kreisen immer noch stark unterschätzten Berufsbildes gestärkt werden. Das liegt auch Liebau am Herzen.

Sekretärinnen werden längst Assistentin oder Büromanagerin genannt, müssen sich mit ums Controlling, PR-Arbeit, Buchhaltung oder Vertrieb kümmern. Trotzdem gibt es wahrscheinlich nach wie vor in keinem anderen Beruf so viele Klischees, die sich nach wie vor hartnäckig halten. Wer aber denkt Sekretärinnen hängen nur am Schreibtisch, lackieren ihre Nägel und kochen Kaffee hat sich schwer getäuscht. Schließlich arbeiten viele längst als Management-Assistentinnen, übernehmen komplette Projekt-Verantwortung und halten ihren Chefs im Tagesgeschäft den Rücken frei – wie die drittbeste Sekretärin Deutschlands, Monique Liebau. Dass jetzt möglicherweise nach ihrem Erfolg Anfragen anderer Unternehmen kommen könnten, sieht Liebau gelassen: „Das würde natürlich schmeicheln.“ Mehr aber auch nicht. Ihr Chef würde sie schon mit vielseitigen Herausforderungen auf Trap halten. Übrigens: Platz eins ging in diesem Jahr an die 32-jährige Rebecca Stache aus Hamburg, auf dem zweiten Rang landete die 30-jährige Mira Hermes aus Lennestadt.

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