So leben Asylsuchende in Frankfurt

Neckermann-Gebäude bietet viel Platz für Flüchtlinge

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Hier spielen die Flüchtlingskinder im Neckermann-Gebäude.

Frankfurt – Seit Weihnachten 2015 leben Flüchtlinge im Neckermann-Komplex an der Hanauer Landstraße. 830 Menschen, davon 270 Kinder und neun unbegleitete Jugendliche wohnen in der Einrichtung in Frankfurt, die Platz für insgesamt 2000 Menschen bietet. Von Janine Drusche

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Seit Anfang März wird die Flüchtlingswelle in Hessen weniger. Wohl nicht zuletzt wegen der geschlossenen Balkanroute.
„Kamen im vierten Quartal 2015 täglich zwischen 1000 und 1200 Flüchtlinge nach Hessen, so sind es jetzt gerade mal 50 Personen am Tag“, sagt der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner. Der vorhandene Platz im Neckermann-Gebäude in Frankfurt kann deshalb für die Bewohner bestens genutzt werden: Es gibt eine große Kantine, viele Spiel- und Lernzimmer. Vor dem Gebäude wird gerade ein ehemaliger Parkplatz umgebaut, damit dort ein Spielplatz entstehen kann. 

ASB hilft Menschen bei Integration

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) betreut die Asylsuchenden und bietet ihnen eine Kleiderkammer, einen Internetraum, und verschiedene Lernkurse, zum Beispiel für die deutsche Sprache. Der Nachteil des Gebäudes mit dem vielen Platz, auch zum Toben für Kinder: Die Bewohner der Einrichtung können nicht mal eben in die Stadt laufen und etwas einkaufen. Sie sind eher ab vom Schuss. Der Vorteil: Trotz der enormen Kapazität und wegen der Größe des Objekts, haben die Flüchtlinge Raum ihre Individualität zu wahren und zu entfalten.

Fotos: So leben Frankfurts Flüchtlinge im Neckermann-Gebäude

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