Erster Schritt in ein besseres Leben

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Stefanie und Holger Quäl tun alles dafür, damit ihre Tochter Lea irgendwann halbwegs normal laufen kann.

Maintal/Offenbach – Endlich ist es soweit. Am kommenden Dienstag wird Lea Quäl operiert. Die Dreijährige aus Maintal leidet unter einer starken körperlichen Behinderung. Erst dank vieler Spenden, darunter viele EXTRA-TIPP-Leser, konnte sich die Familie die 25.000-Euro-Operation leisten. Von Norman Körtge

Die Operation, die dem quirligen Mädchen das Laufen erleichtern soll, bewirkt allerdings erst einmal das Gegenteil. „Lea wird etwa acht Wochen das Bett nicht verlassen dürfen“, berichtet Mutter Stefanie Quäl. Seit einigen Tagen bereits ist die Familie in der Klinik für Kinderorthopädie im bayerischen Vogtareuth. Dort wird am Dienstag die zirka sechsstündige Operation stattfinden.

Lea leidet unter dem Femurhypoplasie-Gesichtsdysmorphie-Syndrom, das weltweit nur etwa 100 Menschen haben. Eine unterentwickelte Hüfte behindert das Laufen. Nur mit Orthesen am rechten Unterschenkel und am linken Oberschenkel ist es möglich. Hoffnung gibt die Operationstechnik eines amerikanischen Spezialisten, der mit der Klinik in Vogtareuth zusammenarbeitet. Ziel ist es, Hüfte und Oberschenkelknochen neu zu formen. Krankenkassen haben diese Operation aber nicht im Leistungskatalog. Deshalb setzten die Quäls auf die Spendenbereitschaft ihrer Mitmenschen und den Verein Lebensbrücke als neutralen Spendenverwalter.

Helfer spendeten 80.000 Euro

Das Engagement der Eltern für ihre Tochter hat sich ausgezahlt. Privatmenschen, Vereine und Firmen spendeten oder veranstalteten Benefizaktion. Mit großem Erfolg: Seit Oktober 2009 sind mehr als 80.000 Euro zusammen gekommen.

„Das ist der absolute Wahnsinn“, freut sich Mutter Stefanie. Denn durch die vielen Spenden sind nicht nur die Kosten für die erste Operation gedeckt, sondern auch die wahrscheinlich folgenden Operationen und Behandlungen finanziert. „Sollte irgendwann Lea einmal das Geld nicht mehr benötigen, kommt es auf jeden Fall anderen Kindern zugute. Dafür ist der Verein Lebensbrücke da“, erzählt Stefanie Quäl.

Auch deshalb reißt die Spendenbereitschaft nicht ab. Am Freitag, 12., und Samstag, 13. März, findet in der Offenbacher Gaststätte „Zum grünen Baum“, Brunnenweg 43a, ein Benefiz-Dart-Turnier statt. Freitags wird ab 20 Uhr Stil-Dart gespielt, samstags ab 19 Uhr E-Dart. Startgebühr ist jeweils fünf Euro. Außerdem gibt es eine Tombola. Anmeldungen nimmt Jenny Wink tlefonisch unter (0163) 4666660 entgegen.

Mehr Infos zu Lea und ihrer Behinderung unter www.leashomepage.de.

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