Erst rasieren, dann töten

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Jasmin Meranius hat ihren ersten Frankfurt-Krimi geschrieben.

Frankfurt – „Er rasiert ihnen das Kopfhaar, ehe er sie mit einem gezielten Bolzenschuss tötet. Denn er will ihnen vor allem eines nehmen: Ihre Schönheit.“ Diese Dramen spielen sich in Frankfurt ab – aber nur in Jasmin Meranius’ Krimi. Dem EXTRA TIPP verrät sie ihre größte Herausforderung beim Schreiben. Von Silke Gottaut

Um was geht es in Ihrem ersten Frankfurt-Krimi?

Konrad Kümmer ist Kaufhausdetektiv und vergnügt sich gerne mit Frauen. Er verfolgt die Spur eines Mörders zunächst nur aufmerksam in der Zeitung. Doch dann betrifft ihn es plötzlich selbst. Mit den gefundenen Frauen-Leichen hatte Konrad jeweils eine Beziehung auf unterschiedlichste Art.

Was für ein Mensch ist Konrad Kümmer?

Konrad ist Mitte 40 und mag Kaffee. Er wohnt seit 25 Jahren in der gleichen Wohnung und mag das Leben auf der Berger Straße. Er ist als ewiger Studententyp zu beschreiben, obwohl er nie studiert hat.

Meranius gibt am 6. September um 19 Uhr eine Premierenlesung im Frankfurter Zentrum für Frauen „Lilith“, dem sie einen Teil ihres Bucherlöses spendet.

Was ist für Sie die spannendste Stelle?

Das letzte Opfer entkommt, jedoch fieber ich an dieser Stelle immer noch selbst mit, obwohl ich weiß, wie es ausgeht.

Warum haben Sie sich für einen Frankfurt-Krimi entschieden, und nicht für einen der in ihrem Wohnort Bad Vilbel spielt?

Frankfurt ist jedem ein Begriff, ich bin da geboren und ich mag die Stadt sehr. Weil ich oft dort bin, kenne ich mich gut aus. Ich weiß genau, wie die Straßen aussehen und kann deswegen meine Protagonisten bildlich auf ihnen spielen lassen.

Welche Figur war für Sie die größte Herausforderung?

Das war Wanda, die ein psychisches Leiden hat. Zusammen mit einem Psychologen habe ich das Leiden in der Rolle zum Leben erwachen lassen. Das war eine Herausforderung und hat mir als „Hobby-Psychologin“ besonders Freude bereitet.

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