FH Frankfurt

Studenten planen Erholungspark mit Erneuerbaren Energien

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Geplant ist unter anderem eine schwimmende Bühne mit Solardach.

Region Rhein-Main – Windräder sind laut, Solaranlagen gehören aufs Dach: Mit diesen Vorurteilen räumen Studenten der Frankfurter Fachhochschule auf. Sie entwarfen ein Erholungsgebiet mit einem Solarlabyrinth aus schwimmenden Photovoltaik-Anlagen und einem Windrad mit Aussichtsplattform. Von Angelika Pöppel

Auch eine Streuobstwiese mit Solarbäumen gehört zum Konzept.

Viel Energie haben Studenten der Frankfurter Fachhochschule (FH) in die Entwicklung eines Erholungsparks gesteckt. Der „ErneuerPark“ soll erneuerbare Energien wie Windkraft, Solarenergie, Wasserkraft und Biomasse erlebbar machen. „Die Region um das Ballungsgebiet Frankfurt soll so attraktiver werden“, sagt Elias Spreiter, Mitglied des Projekts. Dafür entwarfen die Studenten ein Windrad mit einer Aussichtsplattform, einem Gastronomiebetrieb und einer Kletterwand. Sie wollen einen Autobahnabschnitt mit einem Solardach versehen, das den Jahresstrombedarf von rund 14.000 Personen decken könnte.

Unter den Ideen ist auch eine solare Streuobstwiese, die neben Streuobstbäumen auch Solarbäume enthält, und ein Solarlabyrinth aus Photovoltaik-Anlagen. Die Sonne liefert Energie auch auf dem Wasser: Ein Tretbootverleih könnte auf solarbetriebene Boote umgerüstet werden und diese auf dem See durch ein Solarlabyrinth aus schwimmenden Photovoltaik-Anlagen führen. Eine überdachte Bühne inmitten des Sees, die Solarstrom erzeugt, soll Veranstaltungen auf dem Wasser ermöglichen.

Die Ideen für den „ErneuerPark“ sind außergewöhnlich, aber dennoch umsetzbar: „Das Projekt ist an der FH geboren, wir haben es großgezogen und jetzt sind wir im Gespräch mit den Kommunen und Politikern für die Umsetzung“, sagt Student Spreiter. Eine Lage ist auch bereits gefunden: „Der Main-Kinzig-Kreis ist gut geeignet, weil er nah am Rhein-Main-Gebiet liegt, als Naherholungsort dient und große Flächen bietet.“

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Der Park soll zwischen mehreren Kommunen erbaut und über einen Rundweg verbunden werden. Bad Soden-Salmünster und Jossgrund haben bereits Interesse gezeigt, sagt Spreiter. Allein die Windkraftanlage mit Aussichtsplattform würde rund zwölf Millionen Euro kosten. Dennoch ist Spreiter zuversichtlich: „In nur wenigen Jahren hätte sich die Investition amortisiert“. Außerdem wollen die Studenten keinen Großkonzern als Sponsor. „Die Bürger der Kommunen könnten sich an dem Projekt schon ab 1000 Euro beteiligen und vom Energiegewinn direkt profitieren.“

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