Künftige Ergotherapeuten können vorerst durchatmen

So titelte der EXTRA TIPP am 12. Februar.

Frankfurt – Die von der Schließung bedrohte Schule für Ergotherapeuten und Masseure in Frankfurt-Höchst bleibt erhalten – vorerst.

 „Es sieht ganz gut aus“, sagt Ergotherapie-Azubi Marina Hotz. Nur die Massageschule, die im gleichen Gebäude am Höchster Klinikum untergebracht ist, wird es nicht mehr geben. Aber der Fortbestand der Schule ist an die Bedingung geknüpft, dass die defizitäre Einrichtung ihren Haushalt ausgleichen kann. Laut dem Höchster Klinikum soll, um die Koordination der Schul-Ressourcen zu verbessern, eine kaufmännische Gesamtleitung für das Ausbildungzentrum eingestellt werden. In jedem Fall werden in diesem Jahr neue Kurse angeboten, deren Erhalt bis 2015 gesichert ist. Dann soll mit dem Aufsichtsrat neu verhandelt werden. Zudem ist ab August die Ausbildung von Operationstechnischen Assistenten möglich.

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Hintergrund: Sowohl die Ergotherapie- als auch die Massageschule gerieten in die roten Zahlen. Daher sah der Aufsichtsrat des Höchster Klinikums die Schließung der Einrichtung Ende 2014 vor. Lehrer und Schüler gingen daraufhin auf die Barrikaden, demonstrierten sogar auf dem Römer für ihre Schule, die auch noch die letzte Ausbildungseinrichtung für Ergotherapie-Auszubildende in Hessen ist, die kein Schulgeld verlangt. Laut der Vorsitzenden des Klinikum-Aufsichtsrats, Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann, könne sich die Stadt diesen Umstand nicht mehr leiten. Die Schule solle vielmehr am Bedarf des Klinikums ausbilden, wo nur 15 Ergotherapeuten beschäftigt sind. Hingegen herrsche ein Fachkräftemangel an Operationstechnischen Assistenten. db

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