Erdbeer-Aroma trotzt dem letzten Frost

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Sophia I. aus Hofheim-Wallau ist Hessens erste Erdbeerkönigin. Sie wirbt für die regionale Erdbeere. Die 20-Jährige Jura-Studentin ist die Nichte von Erdbeerbauer Reiner Paul.

Taunus – Pur und direkt vom Feld – so hat Sophia I., Hessens erste Erdbeerkönigin, die rote Frucht am liebsten. Die Hofheimerin wirbt für die regionale Erdbeere, deren Erntezeit jetzt begonnen hat. Von Norman Körtge

Der Frost in der Nacht zu Christi Himmelfahrt hat doch die ein oder andere Frucht die rote Farbe gekostet. Ein paar schwarze Erdbeeren entdeckte der Krifteler Landwirt Berthold Heil am darauf folgenden Tag, berichtete er am Dienstag bei der traditionellen Erdbeer-Pressekonferenz im Hofheimer Landratsamt. Gravierender sei aber der heftige Frost Anfang Februar gewesen, der ohne schützende Schneedecke direkt auf die Erdbeerpflänzchen gewirkt habe. Doch Trauermienen legten die anwesenden Erdbeerbauern nicht auf. „Es wird keine Rekordernte, aber es wird genügend da sein“, fasste Heil die Ausgangslage zu Beginn der Pflücksaison zusammen. Auswirkungen habe der Frost allerdings stellenweise auf das Aussehen der Früchte. „Einige sind vielleicht nicht mehr so formschön und haben Verwachsungen. Auf den Geschmack wirkt sich das aber nicht aus“, garantiert Heil.

Als eine der köstlichsten Produkte und Aushängeschild für die Region bezeichnete Main-Taunus-Landrat Michael Cyriax die roten Früchte. Und er freute sich sichtlich darüber, dass nun auch ein heimisches Gesicht für die Erdbeere wirbt: Sophia Luft. Die 20-Jährige aus Hofheim-Wallau ist Hessens erste Erdbeerkönigin und trägt neben einem Diadem jetzt auch für ein Jahr den Adelstitel Sophia I. Ihre Aufgabe ist es, für die lokale Erdbeere zu werben. Kein Wunder, dass die Jura-Studentin am liebsten die Frucht direkt vom Feld ist – pur. „Die ist so süß, da braucht man nichts dazu“, erzählt sie. Auf einem Tortenboden würden sich die Erdbeeren aber auch immer gut machen, ergänzt Königin Sophia I.

Die Begeisterung für die kleinen Köstlichkeiten kommt nicht von ungefähr. Ihr Onkel ist Reiner Paul – von Paul‘s Hof in Wallau. Der Landwirt hebt selbstverständlich die Vorteile der lokalen Erdbeere hervor: „Diese Erdbeeren haben kurze Transportwege und sind wirklich frisch.“ Da sie erst gepflückt werden, wenn sie reif sind, entfalten sie ihr ganzes Aroma.

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