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Regierungsbildung in Hessen nah: Letztes CDU-SPD-Gespräch

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Die hessischen Landesvorsitzenden ihrer Parteien, Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU, l), und Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD), treffen sich ein letztes Mal.

Wiesbaden - Knapp zwei Monate nach der Landtagswahl in Hessen steuern die Parteien auf Entscheidungen über die Regierungsbildung zu. CDU und SPD wollen heute abschließend die Möglichkeit einer großen Koalition sondieren.

Vorher brachten die Sozialdemokraten aber eine weitere Option ins Spiel: ein rot-grünes Minderheitskabinett. Es könnte sich von der Linkspartei ins Amt wählen lassen und dann mit wechselnden Mehrheiten regieren.

Die Grünen wollten diesen Vorstoß auf dpa-Anfrage nicht kommentieren. Sie streben nach ihren bisherigen Beschlüssen eine auf fünf Jahre stabile Regierung an. Die Grünen könnten auch als Juniorpartner der CDU an die Regierung kommen.

Noch am Montagabend will SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel dem Parteirat Bericht über die Sondierungen mit der CDU und mit Grünen und Linken erstatten. Ein förmliches rot-grün-rotes Bündnis gilt aber als unwahrscheinlich. CDU, Grüne und Linkspartei werden am kommenden Wochenende ihre Sondierungsgespräche bewerten und über Koalitionsverhandlungen entscheiden. Davor wollen SPD und Grüne jeweils getrennt mit der FDP die politische Lage erörtern. Die Liberalen hatten nur knapp den Wiedereinzug in den Landtag geschafft. Sie wollen sich an keinem Bündnis beteiligen.

dpa

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