Enge Straßen zugeparkt

Bürger fordert mehr Kontrollen in Mühlheim

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Auf den Schriftwechsel mit Mühlheims Bürgermeister Tybussek sind nach Meinung von Helmut Müller zu wenig Taten gefolgt.

Mühlheim – Seit zwei Jahren ist Helmut Müller um seine Sicherheit und die der übrigen Mühlheimer besorgt: Enge Straßen werden zugeparkt, Radfahrer verhalten sich rücksichtslos und an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten sich nur die Wenigsten. Bürgermeister Daniel Tybussek gibt ihm in vielen Punkten recht. Von Sonja Achenbach

„In Mühlheim kann ich alles zu Fuß gut erreichen“, sagt Helmut Müller. Allerdings fallen ihm bei diesen Touren zunehmend Dinge negativ auf. Jeden Morgen um 6.45 Uhr ist Helmut Müller gemeinsam mit Ehefrau und Hund unterwegs. Von Mühlheim nach Dietesheim. Auf dem Rückweg nehmen sie gern den Weg am Main entlang. Zumindest bisher. In den Sommermonaten werden sie das in Zukunft vermeiden. „Schon oft mussten wir in letzter Sekunde quasi in die Büsche springen, weil ein Radfahrer viel zu schnell und ohne Rücksicht vorbei gerauscht ist“, sagt er. Eine Streife der Polizei müsste da viel öfter mit dem Fahrrad Präsenz zeigen.

2012 sicherte Bürgermeister Daniel Tybussek ihm in einer E-Mail mehr Kontrollen zu. Gesehen hat Müller davon nach eigener Aussage nichts. „Wir haben Kontrollen durchgeführt, leider sind unsere Möglichkeiten mit vier Ordnungspolizisten für das gesamte Stadtgebiet begrenzt“, bedauert Tybussek. Die Charles-Ottina-Straße führt Helmut Müller als gutes Beispiel dafür an, dass es im Stadtgebiet zu wenig Parkplätze gebe. „Ein Stellplatz pro Wohneinheit reicht einfach nicht mehr aus. Die übrigen Pkw werden dann irgendwo abgestellt.“ In der Charles-Ottina-Straße sei es schon mehrmals vorgekommen, dass das Müllauto nicht mehr durchkommt. „Ich will mir nicht vorstellen was passiert, wenn ein Rettungswagen nicht weiter kommt.“

Nach einer Anfrage des EXTRA TIPPs versicherte Tybussek, sich um dieses Problem zu kümmern. Bereits 2012 hatte sich der Rentner an den Bürgermeister gewandt und ihn darauf aufmerksam gemacht, dass auch in der Fährenstraße die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer nur von einem Bruchteil der Autofahrer eingehalten werde. „Wir haben im August und September 2013 insgesamt drei Wochen den Verkehr mit einem 24-Stunden-Messgerät überwacht“, sagt Tybussek. Dabei seien überdurchschnittlich viele Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt worden. „Seitdem blitzen wir dort regelmäßig.“

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