Illegale Küche in Frankfurter Keller

Ekelhaft: Ordnungsamt schließt drei verdreckte Gaststätten

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Der Schinkenspeck liegt direkt auf Eis - richtige Lagerung sieht anders aus. 

Frankfurt - Allein beim Anblick wird einem schon schlecht: Wegen unhaltbarer Zustände schließt das Frankfurter Ordnungsamt gestern Nacht drei Gaststätten. Die hygienischen Zustände sind katastrophal. 

Schimmel und Dreck soweit das Auge reicht. 

Aufgefallen waren die Lokale bei einer gemeinsamen Kontrollaktion von Landes- und Stadtpolizei sowie der Lebensmittelüberwachung. Überprüft wurden Gaststätten und Spielhallen in Höchst. Von acht kontrollierten Lokalitäten mussten drei wegen starker Hygienemängel geschlossen werden. In einem Fall wurde die weitere Zubereitung von Speisen untersagt. Darüber hinaus stellten die Kontrolleure mehrfach nicht genehmigte Spielgeräte, Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz und einfachere Hygienemängel fest. In weiteren Fällen fertigten sie Anzeigen nach dem Waffengesetz wegen illegaler Schlagstöcke, wegen Verstößen gegen den Datenschutz und das Aufenthaltsgesetz an. Im Hinterzimmer einer Gaststätte fanden sie zudem 77 Stangen unverzollter Zigaretten.

Dreckiges Putzzeug liegt direkt neben dem Grill und den Lebensmitteln. 

Der Tiefpunkt der Kontrollnacht erwartete die Beamten im Bahnhofsviertel. Nach Anwohnerbeschwerden wurde in einem Bistro eine illegale Küche in den Kellerräumen festgestellt. Die Kellerdecke und Wände waren zum größten Teil mit Schwarzschimmel bedeckt. Es roch extrem stark nach Mäuse-Urin und nicht wenige Nager liefen den Kontrolleuren während der Kontrolle über die Füße. Der Hinterhof des Bistros war zudem erheblich vermüllt. Die Mülltonnen waren übervoll, was auf eine äußerst mangelhafte Müllentsorgung schließen ließ. Im Hof liefen Ratten umher. Innerhalb der Kellerküche wurden offene Lebensmittel gelagert. Das Bistro im Erdgeschoß war ähnlich dem Keller in desolatem Zustand und stark verschmutzt, was im Ergebnis zu einer kompletten Betriebsschließung durch die Lebensmittelkontrolleure führte.

„Durch solche Aktionen versetzen wir uns in die Lage, gute von schlechten Gastronomen zu trennen“, sagte Ordnungsdezernent Markus Frank. „Wie die Ergebnisse dieser Kontrolle zeigen, müssen wir uns auch weiterhin anstrengen, die schwarzen Schafe der Branche ausfindig zu machen. Mir ist es wichtig, dass Menschen in den Restaurants, Bistros und Eckkneipen in Frankfurt einen sicheren und vor allem sauberen Platz finden.“

pia

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