Mit einem Liter Sprit quer durch Rotterdam gekurvt

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Das Samba-Speed-Team der GTS Offenbach mit ihrem Flitzer in Rotterdam.

Offenbach/Rotterdam – Die Tüftelei an ihrem Spritspar-Flitzer hat sich für die Studenten der Gewerblich-technischen Schule Offenbach (GTS) gelohnt. Beim Shell-Eco-Marathon in Rotterdam fuhren sie mit ihrem stark modifizierten „SSTEP 2“ auf einen Platz im Mittelfeld.

Wie weit schaffen wir es theoretisch mit einem Liter Benzin? Dieser Herausforderung stellte sich vor gut einer Woche wieder das Samba-Speed-Team der GTS Offenbach. Bereits im Vornherein war den Studenten bewusst gewesen, dass sie den im vergangenen Jahr auf dem Lausitzring erreichten Rekord von 995 Kilometern nicht erreichen würden. Denn auf dem kurvenreichen und mit Kanaldeckeln sowie andere Unebenheiten gespickten Stadtkurs in Rotterdam war solch ein Ergebnis nicht zu erzielen.

Der Mini-Tank des „SSTEP 2“.

Zehn Runden à 1,6 Kilometer galt es in 39 Minuten zu absolvieren. In der Hochrechnung kamen die Offenbacher schließlich auf 641 Kilometer mit einem Liter Sprit. Das bedeutete Platz 19 bei 43 teilnehmenden Teams. Lesen Sie hier:"Spritspar-Studenten tüfteln am Silberflitzer"

Spitzenreiter war auch wie in den vergangenen Jahren das Team „Microjoule-La Joliverie“ aus Frankreich. Mit 2833 Kilometern pro Liter Benzin reichte das Ergebnis aber ebenfalls bei weitem nicht an das Vorjahresergebnis von über 3800 Kilometern aus der Lausitz heran.

Der neue Kurs in Rotterdam ist bei weitem anspruchsvoller als in den vergangenen Jahren. Wenn man erstmal das Fahrzeug technisch darauf abgestimmt hat und sich fahrerisch auf den neuen Kurs einstellt, ist da noch einiges heraus zu holen. Wir freuen uns schon auf das Rennen im nächsten Jahr“, sagte Team-Sprecher Sven Pfaff.

Dass die Offenbacher allerdings an die Ergebnisse der Franzosen heran kommen, ist sehr unwahrscheinlich, meint Pfaff. Das liege zum einen daran, dass das französische Team mehrere Jahre zusammenarbeitet und zum anderen, dass es einen eigenen Motor inklusive Steuerung entwickelt und diesen auf Effizienz getrimmt habe. Bei der GTS wechselt hingegen mit jedem Schuljahrgang die Zusammensetzung des Samba-Speed-Teams. Wegen fehlender finanzieller Mittel verwenden die Offenbacher „zwar stark modifizierte“, aber herkömmliche Serienmotoren. Die hätten bei weitem nicht die Effizienz wie eigens konstruierte Motoren, so Pfaff. nkö

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