Wie man Dieben erst gar keine Chance gibt

Wie man Einbrechern erst gar keine Chance gibt

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Ein Einbrecher sucht nach einer Schwachstelle um einzusteigen.

Region Rhein-Main – In den Wintermonaten steigt die Zahl der Einbrüche stark an. Wie man das Risiko für einen Einbruch senken kann, und warum Gitter vor den Fenstern Opfer kaum beruhigen. Von Florian Hofmann

Wenn es früher als sonst dunkel wird, gehen Einbrecher vermehrt auf Beutejagd.

So kommt es, dass zwei Drittel aller Einbrüche bei Dunkelheit geschehen. Die Sicherheit des Heims sollte man deshalb nicht auf die leichte Schulter nehmen, weiß Peter Bender, Kriminalhauptkommissar des Polizeiladens Offenbach. Er rät zu einbruchssicheren Türen und Fenstern. „Gelegenheit macht Diebe“, sagt Bender. Der häufigste Fehler sei, bei einem Einbruch erstmal abzuwarten, anstatt gleich die Polizei zu rufen. Und er weiß: „Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit, von einem Einbruch verschont zu bleiben.“

Aufrüsten von bestehenden oder veralteten Sicherheitsschlössern sei aber sinnvoll, um einem Einbruch vorzubeugen. So etwas hat allerdings auch seinen Preis. Aber auch mit einfachen und kostengünstigen Methoden lassen sich Einbrecher abschrecken.

Günstige Methoden effektiv

Licht im Außenbereich vertreibt viele Einbrecher, aber auch Licht im Gebäude hält sie vom Haus fern. Sofern Rollläden vorhanden sind, sollten diese bei Einbruch der Dunkelheit heruntergelassen werden. Bei Abwesenheit kann durch Zeitschaltuhren an Rolläden zusätzlich Anwesenheit vorgetäuscht werden, so Bender.

Hat’s der Einbrecher trotzdem geschafft, sind danach oft Unsicherheit und ein unbehagliches Gefühl die Folge. Dr. Heike Winter, Vizepräsidentin der Landeskammer für Psychotherapeuten, rät nach einem Einbruch dazu, die Situation nicht noch zu verschlimmern. Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen, wie ein Gitter vor den Fenstern im Erdgeschoss nach einem Einbruch, bewirkten beim Opfer sogar das Gegenteil. „Denn beim Anblick der Gitter oder dicker Türschlösser durchleben Opfer immer wieder die Situation“, sagt Winter.

Ratsamer sei es, bestehende Sicherheitslücken zu schließen, und mit dem regulären Tagesablauf fortzufahren.

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