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E-Autos: Klimafreundlich, aber nicht sexy

Bis zu 4000 Euro Prämie gibt’s, wenn man sich ein Hybrid oder Elektroauto kauft. Doch diese Wagen bleiben Ladenhüter. Nun schlagen die Grünen vor, dass klimaschädliche Spritschlucker wie die SUVs eine höhere Kfz-Steuer zahlen. Ein Kommentar von Axel Grysczyk

Emissionsfreie Elektrofahrzeuge sollen dagegen eine Steuergutschrift erhalten. Zudem soll der Dieselpreis erhöht werden. Und damit soll endlich die Wende hin zu klimafreundlichen Autos geschafft werden. Es gibt nur ein Problem: Die Kunden wollen das nicht. Elektroautos sind nicht sexy. Sie füllen auch nicht die Rolle eines Status-Symbols aus. Deswegen bestellt sich der Besserverdiener von heute weiterhin eine Spritschleuder, als einen modernen klimafreundlichen Wagen zu kaufen. Daher haben die Wagen von heute auch zunehmend mehr PS und werden immer größer, so dass sie kaum mehr ins Parkhaus passen. 

Sich vegan zu ernähren und nur fair gehandelte Klamotten zu tragen ist zum Lifestyle geworden, Elektro-Autos zu fahren nicht. Eher kauft man sich heute noch einen sogenannten Youngtimer, um Aufmerksamkeit zu erregen. Ein solches Auto ist von Klimafreundlichkeit meilenweit entfernt. Dazu kommen die grundsätzlichen Probleme: Zu wenig Ladestationen, häufig zu wenig Radius und meist nicht billig.

Und wenn es weiterhin so schleppend geht bei der Umstellung auf nicht mehr benzin- oder dieselbetriebene Fahrzeuge, dann ist das Auto irgendwann gar kein Status-Symbol mehr. Weil’s jungen Menschen immer weniger wichtig ist. Schließlich sagen Zukunftsforscher voraus, dass der Megatrend Mobilität sich abschwächt. Stattdessen reist man in Zukunft mit Oculus-Rift-Datenbrillen.

Lesen Sie auch den Kommentar „Politischen Affen brüllen lassen“, in dem EXTRA TIPP-Redaktionsleiter Axel Grysczyk mit Macho-Politikern wie Donald Trump abrechnet.

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