Aus Kult-Tradition wird Spiel

Frankfurter erfinden Wasserhäuschen-Quartett

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Die Macher des Wasserhäuschen-Quartett (von links): Oliver Kirst, Hubert Gloss und Boris Borm.

Frankfurt – Drei Frankfurter haben aus einer Kult-Tradition ein Spiel mit Suchtfaktor geschaffen: Das Wasserhäusschen-Quartett. Von Christian Reinartz 

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Fruchtgummivariationen, Biersorten und Thekenlänge – das sind nur drei der Kategorien, in denen es den Gegner zu übertrumpfen gilt. Ganz im Stil von alten Auto-Quartetts haben die drei Frankfurter Oliver Kirst, Hubert Gloss und Boris Borm ein Spiel geschaffen, in dessen Mittelpunkt die alten Wasserhäuschen stehen. Die kleinen Büdchen haben in Frankfurt eine lange Tradition und werden, anders als in anderen Städten liebevoll „Wasserhäuschen“ genannt. Sie sind für viele ihrer Besucher seit Jahrzehnten aber mehr als nur ein Kiosk. Sie sind eine kulturelle Institution. Seit etwa 1980 sinkt ihre Anzahl jedoch beständig. Lediglich einige haben den Sprung in die Gegenwart geschafft und sind zum Kult-Treffpunkt geworden. „Wir möchten ihnen mit dem Quartettspiel ein kleines Denkmal setzen“, sagen die Erfinder. 32 Häuschen umfasst das Kartenspiel, das von Fotograf und EXTRA-TIPP-Mitarbeiter Boris Borm gestaltet wurde.

Ausgekundschaftet haben die Kioske Fotograf Hubert Gloss und Wasserhäuschen-Forscher Oliver Kirst, der über die Buden sogar seine Diplomarbeit geschrieben hat. Die beiden besuchen seit zehn Jahren bevorzugt die frei stehenden Büdchen per Fahrrad und lieferten Daten und Bilder. Das Spiel ist ab Anfang November im Handel erhältlich.

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