Sparzwang der Kommunen: Wird das Wasser in den Hallenbädern kälter?

Dreh am Regler noch ein Tabu

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Im Hallenbad in Groß-Zimmern wird bei etwa 28 Grad geplantscht.

Region Rhein-Main – Gerade bei eisigen Temperaturen gibt es für viele nichts schöneres, als im gut beheizten Hallenbad ein paar Bahnen zu schwimmen oder einfach nur im warmen Wasser zu plantschen. Doch auch hier droht es kälter zu werden. Hohe Energiekosten lassen die Schwimmbad-Betreiber darüber nachdenken, den Temperaturregler um ein Grad nach unten zu drehen. Von Norman Körtge

In der Region gehen die Verantwortlichen für die Hallenbäder unterschiedlich mit dem Thema um. Was sie eint ist allerdings die Befürchtung, dass der Wohlfühlfaktor verloren gehen und die Schwimmer wegbleiben könnten.

Deshalb steht es für René Stoll vom Hallenbad in Groß-Zimmern es derzeit nicht zur Diskussion, die Wassertemperatur zu senken. Etwa 28 Grad sei das Wasser warm, an den beiden Warmbadetagen Freitag und Samstag sogar 30 Grad. Auf diesen Luxus müssen die Besucher des Hallenbades in Münster bereits seit längerem verzichten. Dort wurden die Warmbadetage ersatzlos gestrichen. Grund: Die zu hohen Energiekosten.

In Langen wird über den Dreh am Temperaturregler zumindest intern diskutiert, wie Walther Ludwig vom Bäder- und Hallenmanagement verrät. Er setzt aber auf die anstehende Renovierung. Unter anderem sollen besser isolierende Fensterscheiben eingesetzt werden. Doch falls weiter eingespart werden muss, würde die Überlegung hinsichtlich der Wassertemperatur sicherlich konkreter werden. „Lieber das Wasser um ein Grad kälter, als das ganze Hallenbad schließen zu müssen“, meint Ludwig.

Den Dreh am Regler schließt Roland Peterson vom Hallenbad in Mühlheim aus. „Die Temperatur ist die beste Werbung für unser Bad“, sagt er. Außerdem gebe es Studien, die beweisen, dass die Wasser-Wohlfühltemperatur bei etwa 29 Grad liegt. Menschen würden selbst auf geringe Temperaturunterschiede sensibel reagieren.

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