"Gemeinsam gegen Kindertränen"

Nach EXTRA-TIPP-Artikel: Gründerin von Hilfsorganisation bekommt Hilfe

Der Verein will Flüchtlingkindern ein Lächeln schenken.

Frankfurt – Riesige Unterstützung für Frankfurter Hilfsorganisation „Gemeinsam gegen Kindertränen“: Nach dem EXTRA-TIPP-Artikel über Gründerin Dounia Guemmour meldeten sich zahlreiche Helfer bei der Frankfurterin. Doch statt sich zurück zu lehnen, geht es jetzt erst richtig los. Von Angelika Pöppel

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„Der Artikel hatte eine immense Wirkung. Junge Frauen und Mamis, aber auch Männer wurden durch den Bericht auf die Organisation aufmerksam und wollten selbst mitanpacken“, sagt Dounia Guemmour, Gründerin der Hilfsorganisation „Gemeinsam gegen Kindertränen“. Aus einem Krankenwagen, den die alleinerziehende Mutter in mehrere Flüchtlingslager nach Syrien schicken wollte, wurden zwei. Innerhalb von fünf Monaten befüllten sie und ihre Helfer fünf Krankenwagen mit Medikamenten, Babymilch und Verbandsmaterial.

Bilder von den Aktionen vor Ort 

Bilder von den Aktionen der Hilfsorganisation "Gemeinsam gegen Kindertränen"

Doch auch trotz der vielen Hilfe, wird es für die Mutter mit marokkanischen Wurzeln nicht ruhiger. „Ich kann Arbeit abgeben und bin dafür auch wirklich sehr dankbar. Aber dafür beschäftige ich mich mittlerweile umfassender mit dem Thema.“

Kuchen backen, spenden sammeln

Auch der von ihr ins Leben gerufene „Cake-Day“ hat viel Zulauf bekommen. „Im Juli organisierten wir sogar zwei Verkaufsstände an einem Tag“, berichtet sie stolz und fügt hinzu: „Der Kuchenverkauf kommt super an, die Spender sind bunt gemischt.“ Der Erlös geht direkt in den Spendentopf. Nächster Termin: 28. August auf der Berger Straße.

Zustände in indonesischen Waisenhaus bereits verbessert

Und auch die Zustände in einem indonesischen Waisenheim haben sich verbessert: Vor knapp einem halben Jahr wurde Guemmour auf die verwahrlosten Kinder aufmerksam. „Sie lebten fast wie Höhlenmenschen“, erzählte sie damals schockiert. Heute hat jedes der rund 60 Kinder einen eigenen Schrank, ein Bett und eine Mahlzeit am Tag. Das komplette Waisenhaus wird saniert und eine Lernwerkstatt ist geplant.

Spielplatz für Flüchtlingskinder errichten

Gründerin Dounia Guemmour

Doch die Mutter eines fünfjährigen Sohnes steckt noch voller Ideen: „Es gibt viele Hilfsorganisationen, doch oft werden dieeinfachsten Dinge vergessen.“ Deshalb will sie  einen Spielplatz in einem syrischen Flüchtlingslager errichten lassen. „Spielen hat auf Kinder eine heilende Wirkung – zumindest auf die seelischen Schäden. In den Lagern spielen sie mit Müll, sie haben kein Spielzeug und können so gar nicht Kind sein“, sagt Guemmour. Und so wird sie in den nächsten Wochen Spielzeug-Hersteller anschreiben und hoffen, dass sie ein etwas entbehren können. Ebenfalls ist die Frankfurterin noch auf der Suche nach einem günstigen Lagerraum und benötigt dringend Kartons, da alle Spenden verpackt werden müssen. Freiwillige Helfer oder Spender können sich unter www.kindertraenen.org informieren.

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