OB-Wahl in Frankfurt

Kommentar: Direktwahl wird zur Lachnummer

Was 1992 als Schritt in Richtung Demokratie und Bürgernähe gefeiert wurde, ist gescheitert: Die Direktwahl. Und das Kandidatenfeld der OB-Wahl in Frankfurt ist der beste Beweis dafür, dass das eigentlich sinnvolle Prozedere dringend reformiert werden muss.

Von einem ernsthaften Bewerberfeld kann hier nämlich keiner mehr sprechen. Stattdessen teilt sich die Liste auf in die, die wirklich Politik machen wollen, und jene, die die Kandidatur offensichtlich als Plattform nutzen, damit ihre kruden Ideen überhaupt wahrgenommen werden. Und dann gibt es auch noch diejenigen, die das Ganze offensichtlich als Spaßveranstaltung begreifen. Zurück bleiben immer mehr Nichtwähler, denen es zu blöd ist, sich mit solchen Bewerbern auseinandersetzen zu müssen. Eine Anhebung der Zulassungsbedingungen für Kandidaten ist das Einzige, was diese Entwicklung bremsen kann.

Bilder: Arbeiten im Frankfurter S-Bahn-Tunnel

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